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Einserkastl15. Februar 2017, 17:57
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Um Wladimir Putin für einen guten Mann zu halten, muss man entweder komplett naiv oder zynisch sein

Um Wladimir Putin für einen guten Mann zu halten, muss man entweder komplett naiv oder zynisch sein.

Faktum: Leute aus Donald Trumps Team haben sich während des US-Wahlkampfes mit hohen russischen Geheimdienstlern getroffen. Trumps Sicherheitsberater, General Flynn, musste jetzt wegen seiner Russland-Kontakte gehen.

Faktum: Die Niederlage Hillary Clintons wurde befördert durch gehackte E-Mails aus ihrem Stab, die von Russland über den Helfershelfer Wikileaks an die Öffentlichkeit gekommen waren. Spekulation: Die Putin-Liebe von Trump ist rätselhaft, wenn man nicht an eine Abhängigkeit – Großkredite russischer Banken für Trumps Business? – glauben will.

Faktum: Die französische Rechtsextremistin Marine Le Pen hat für ihren Wahlkampf bereits Großkredite von der Bank eines Putin-Vertrauten erhalten und bittet um weitere. Sie will aus Nato und EU austreten – Putins Wunschtraum. Für sie ist "Putin-Russland ein Vorbild für eine "patriotische Wirtschaftspolitik".

Faktum: Die russischen Propagandasender Sputnik und Russia Today führen eine Verleumdungskampagne gegen den einzigen aussichtsreichen Gegner von Marine Le Pen, Emmanuel Macron. Julian Assange vom Putin-Outlet Wikileaks erklärte, er habe "interessante Infos" über Macron.

Und da kommt sicher noch mehr. Das mit der Naivität wird immer schwieriger. (Hans Rauscher, 15.2.2017)

Weitere Kolumnen von Hans Rauscher lesen sie hier.

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