"Unethische Frisur": Ordnungsruf für Fußballer

Video15. Februar 2017, 17:05
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Ghanaischer Teamkapitän Asamoah Gyan einer von über 40 Profis, denen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Konsequenzen drohen

Dubai – Der ghanaische Fußballprofi Asamoah Gyan ist wegen seines Haarschnitts vom Fußballverband der Vereinigten Arabischen Emirate (UAEFA) verwarnt worden. Der Kapitän der ghanaischen Nationalmannschaft ist einer von nicht weniger als 46 Spielern, die aufgrund eines "unethtischen Haarschnitts" nicht den Verbandsrichtlinien entsprechen. Derzeit ist Gyan vom chinesischen Erstligisten Shanghai SIPG an Meister Al Ahli aus Dubai ausgeliehen.

Laut der BBC drohen den Spielern von offizieller Stelle Sanktionen von einer Geldstrafe bis hin zu seiner Sperre, sollten sie die Anweisung des Verbandes nicht beherzigen und ihre Frisur den Standards anpassen. Gyan trug unter anderem beim Afrika-Cup im Januar den in einigen muslimischen Lehren verpönten sogenannten "Qaza"-Haarschnitt, bei dem ein Teil des Kopfes rasiert wird, während der Rest des Haupthaares ausgespart wird. Mit anderen Worten: es geht um eine sehr milde Form des Irokesen.

Rascher reagiert man schon einmal in Saudi Arabien. Dort wurde 2016 Waleed Abdullah, Tormann von Al Shabab dem saudischen Nationalteam, einem Spontanhaarschnitt an der Seitenlinie unterzogen, ehe er aufs Feld durfte. Auch Abdullah hatte die Mattenvorschrift missachtet.

Es liegt im Ermessen Referees jeweils vor Anpfiff zu entscheiden, ob die Haarschnitte der Spieler akzeptabel sind oder nicht. In den Emiraten werden die Vorschriften streng implementiert, da man vor allem jugendlichen Zuschauer vor üblen haartechnischen Einflüssen bewahren will. (red, sid, 15.2. 2017)

  • Geht laut Prophet leider gar nicht: Asamoah Gyans Haartracht.
    foto: apa/afp/sanogo

    Geht laut Prophet leider gar nicht: Asamoah Gyans Haartracht.

  • omar dalnuurshe soka studio

    Manchmal geht es ratzfatz.

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