Doppler-Gruppe: Tankstellen bleiben Kerngeschäft

15. Februar 2017, 15:15
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Turmöltankstellen sollen österreichweit von 180 auf 200 ausgebaut werden

Wien – Die günstigen Einkaufs- und Verkaufskonditionen haben 2016 den Treibstoffmarkt getrieben. Es wird in Österreich wieder viel gefahren, privat und gewerblich – man tankt wieder voll. In diesem Marktumfeld hat die oberösterreichische Doppler-Gruppe ein Rekordergebnis erzielt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (bereinigt um Sondereffekte) betrug 6,123 Millionen Euro und konnte im Vergleich zum Jahr davor gesteigert werden (4,755 Millionen). Bei einem Investitionsvolumen von rund 6,5 Millionen Euro wurde ein operativer Cashflow von mehr als 15,110 Millionen Euro erwirtschaftet.

Partnerschaft mit OMV

Über ihr Tankstellennetz habe die Doppler-Gruppe im vergangenen Jahr 520 Millionen Liter Treibstoff abgesetzt, berichtet Geschäftsführer Bernd Zierhut. "Gründe dafür sind einerseits die erfolgreiche Umsetzung der Strategie und andererseits die rasche Eingliederung der erworbenen Geschäftsfelder (AWI, Energie Steiermark) in die Doppler-Gruppe." Ein weiterer Faktor sei der unabhängige Einkauf bei allen Raffinerien. 2017 wird es ergänzend dazu auf Basis einer Kooperation eine strategische Partnerschaft mit der OMV geben, die über fünf Jahre vereinbart wurde.

2016 verkaufte Doppler über alle Verkaufskanäle mehr als 800 Millionen Liter Treibstoffe – eine Steigerung um mehr als drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. 28 Millionen Liter Heizöl, 875 Tonnen Erdgas und 19.800 Tonnen Flüssiggas wurden abgesetzt.

Die Doppler-Gruppe hat österreichweit derzeit 238 Tankanlagen, davon werden 180 unter der Marke Turmöl und 58 unter der Marke BP geführt. Mit 200 Turmölstationen zum Jahresende 2017 (derzeit 180) wird Turmöl damit zahlenmäßig die größte Diskontkette Österreichs. Auch im Tankautomatenmarkt ist Doppler mit den Turmöl-Quick-Stationen nach der OMV die Nummer zwei auf dem Markt. Die Partnerschaft mit BP wurde von 60 auf 40 Prozent reduziert.

Neuausrichtung der Gruppe und neue Geschäftsfelder

"Unsere eingeschlagene Strategie geht voll auf, alle Konzepte haben sich in der Umsetzung als Erfolg herauskristallisiert. Die großen Akquisitionen der vergangenen Jahre (AWI, Flüssiggasgeschäft der Energie Steiermark) sind 2016 alle abgeschlossen und wurden in die Doppler-Gruppe integriert", sagt Geschäftsführungsmitglied Daniela Dieringer. Seit 1. Oktober ist die Gruppe durch eine Kooperation mit der Energie AG Power Solution GmbH auch mit Erdgas auf dem Wärmemarkt vertreten. Auch bei mobilem Erdgas wird die Expansion vorangetrieben.

Die Doppler-Gruppe kaufte 2016 zehn Tankanlagen der Salzburg AG, ein Abschluss von weiteren 18 Erdgasanlagen wurde in den vergangenen Tagen getätigt. Damit wird Doppler heuer 28 Erdgasabgabestellen in ganz Österreich betreiben, 18 davon an Eni-Tankstellen, das entspricht einem Marktanteil von mehr als 15 Prozent in diesem Segment. Auch bei Flüssiggas konnten die Absätze gesteigert werden.

Im Bereich Flüssiggas wurde der Fokus 2016 auf Flaschengas gelegt. Mit dem Erwerb der Michael Kovalcik GmbH, die nunmehr in Doppler Grillershop GmbH umbenannt wurde, konnte einerseits die Logistik von Flüssiggasflaschen in Ostösterreich in die Gruppe integriert, andererseits eine Verlängerung der Wertschöpfungskette erreicht werden, indem man in das Grillergeschäft eingestiegen ist. Einerseits liefert die Doppler Grillershop GmbH nun Gasflaschen in die Steiermark, in das Burgenland, nach Wien und in das südliche Niederösterreich. Andererseits werden in Wiener Neustadt, Graz und Lieboch an drei Standorten Grillfachgeschäfte betrieben.

Autos mit Erdgasantrieb als Alternative

Die Doppler-Gruppe sieht sich als Energiehändler, wo alle Energiearten – Treibstoffe, Erdgas und Strom – bezogen werden können. "Strom wird als Energie für uns immer wichtiger und interessanter. Wir haben drei große Projekte mit Expressladestationen in Wels, Linz und Klaus in Planung, werden jedoch erst dann investieren, wenn der Markt bereit ist", sagt Franz Joseph Doppler.

Die Doppler-Gruppe wird heuer auf mobiles Erdgas setzen: "Hier sehen wir eine reale und wirklich umsetzbare CO2-Reduktion. Autos mit Erdgasantrieb stoßen deutlich weniger CO2 aus und sind auch hinsichtlich Anschaffungskosten und Reichweite eine Alternative", so Doppler. (cr, 15.2.2017)

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