Nach Tod eines Babys: Mutter ebenfalls in Justizanstalt eingeliefert

15. Februar 2017, 12:09
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Jugendwohlfahrt kümmert sich um älteren Bruder des Opfers

St. Pölten – Nach dem gewaltsamen Tod eines Babys in Niederösterreich ist nun auch die Mutter dem Gericht überstellt worden. Die 26-Jährige wurde am Dienstagabend in die Justizanstalt Krems eingeliefert, sagte Karl Wurzer, Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten. Gegen sie wird ebenso wie gegen den Kindesvater wegen Mordes ermittelt. Der 30-Jährige wurde am Mittwoch wegen dringenden Mordverdachts in U-Haft genommen.

Die Staatsanwaltschaft berät laut Wurzer auch über einen U-Haft-Antrag gegen die Mutter. Wegen Mordes ermittelt wird aufgrund der ersten Angaben des gerichtsmedizinischen Sachverständigen, der bei dem dreieinhalb Monate alten Baby ein Schädel-Hirn-Trauma als Todesursache festgestellt habe.

Schädelbruch und Hämatome festgestellt

Der Säugling war in der Nacht auf Sonntag in lebensbedrohlichem Zustand ins Spital gebracht und von St. Pölten ins SMZ Ost nach Wien überstellt worden, wo er starb. Die Ärzte schlugen in der Folge wegen mutmaßlicher Misshandlung Alarm. Festgestellt worden seien ein Schädelbruch, mehrere möglicherweise auch ältere Rippenbrüche sowie Hämatome.

Die Eltern des Säuglings sind laut Staatsanwaltschaft polnische Staatsbürger. Um den älteren Bruder kümmere sich vorerst die Jugendwohlfahrt. (APA, 15.2.2017)

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