Tuifly muss Reisenden wegen Flugchaos Entschädigung zahlen

15. Februar 2017, 10:10
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Die Fluglinie weigerte sich bisher, auf Basis einer EU-Verordnung zu zahlen. Ein deutsches Gericht entschied nun, dass einem Ehepaar 800 Euro zustehen

Hannover – Nach dem Chaos um ausgefallene und verspätete Flüge im vergangenen Herbst muss die Airline Tuifly zwei deutschen Klägern Entschädigungen zahlen. Das entschied das Amtsgericht Hannover am Mittwoch. Ein Pensionistenehepaar hat Anspruch auf 800 Euro Entschädigung, weil es fast vier Stunden später als geplant auf Kos landete.

Eine fünfköpfige Familie bekommt statt der geforderten 4.000 Euro von Tuifly nun 2000 Euro, weil ihre Reise ganz abgesagt wurde.

Bisher wollte Tuifly die Urlauber nicht auf Basis der EU-Fluggastrechteverordnung entschädigen, weil es die massenhaften Krankmeldungen von Crews im Herbst als wilden Streik wertete. (APA, 15.2.2017)

  • Viele Ferienflieger der Tuifly-Flotte blieben im Herbst vorübergehend am Boden.
    foto: apa/dpa/holger hollemann

    Viele Ferienflieger der Tuifly-Flotte blieben im Herbst vorübergehend am Boden.

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