Andreas Hirsch übernahm die Führung bei Artweger

14. Februar 2017, 14:09
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Von der Wäscheklammer zum Hightech-Anbieter für Sanitäranlagen

Bad Ischl / Wien – Andreas Hirsch (43) trat zu Jahresbeginn in die Geschäftsführung von Artweger ein. Bis Ende April wird er diese Funktion gemeinsam mit Bruno Diesenreiter (65) ausüben, der am 1. Mai in den Ruhestand geht.

Artweger entwickelte sich unter der Führung von Diesenreiter zu einem Großen der österreichischen Sanitärindustrie und ist mit 200 Mitarbeitern ein bedeutender Arbeitgeber im Salzkammergut. Mit den Tochterfirmen in Deutschland und in der Slowakei werden insgesamt 280 Personen beschäftigt. Der Exportanteil beträgt 60 Prozent, die wichtigsten Auslandsmärkte sind Deutschland, die Schweiz, die Niederlande, Belgien, Frankreich und Großbritannien. Begonnen hat übrigens alles 1923, als Anton Artweger sein erstes Produkt auf den Markt brachte: eine Holzwäscheklammer. Artweger liefert seine Produkte an den Sanitärfachhandel, wie Hirsch im Gespräch mit dem STANDARD sagt.

"Das Leben der Kunden erleichtern"

Hirsch hat internationale Wirtschaftswissenschaften studiert und an der Donau-Universität Krems einen Executive MBA erworben. Seine Karriere im In-und Ausland startete er bei Johnson & Johnson, wechselte anschließend zu Porsche Austria und danach als geschäftsführender Gesellschafter zu H2K Consulting. Marketing, Vertrieb und Performance-Management zählen zu seinen Kernkompetenzen. Im Rahmen diverser Projekte bei Artweger hat er sich in den vergangenen Jahren bereits mit der Sanitärbranche auseinander gesetzt und vertraut gemacht.

Die Sanitärprodukte werden in Bad Ischl produziert, die Haushaltsware im Werk in der Slowakei. Laut Hirsch sei Artweger ein "starker Player unter den heimischen Mittelständlern". Sein Ziel sei es "neues zu erfinden, wo keiner glaubt, dass man den Markt weiter entwickeln kann". Bei Innovationen müsse man jedenfalls an den Endkunden denken, auch wenn man den Sanitärfachhandel beliefert. Das Grundmotto von Hirsch: "Alles was wir tun, muss das Leben der Kunden erleichtern", etwa barrierefreie Duschkabinen und Artlift, die Duschbadewanne mit Komforthebesitz. (cr, 14.2.2017)

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