Kauf von Winterthur-Gebäude: Häupl rudert zurück

14. Februar 2017, 13:22
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Wiener Bürgermeister: "Ich nehme zur Kenntnis: Es ist zu spät, das ist gelaufen" – Planungen für Wien-Museum und Bau von Zurich-Versicherung zu weit fortgeschritten

Wien/Zürich – Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) rudert in der Causa Winterthur-Gebäude zurück. Der Stadtchef hat seinen Vorstoß, das Gebäude der Zurich-Versicherung abzukaufen und es dem Wien-Museum zur Verfügung zu stellen, am Dienstag zurückgezogen. "Ich nehme zur Kenntnis: Es ist zu spät, das ist gelaufen", sagte Häupl.

Die Idee an sich sei nicht ganz neu und prinzipiell auch nicht schlecht, so Häupl zu seinem Vorschlag. Aber er habe eingesehen, dass die Planungen sowohl für die Erweiterung des Wien-Museums als auch für die Aufstockung des daneben liegenden Winterthur-Baus inzwischen zu weit fortgeschritten seien. Daher sei es zu spät, einen Kauf – und damit einen Stopp der laufenden Projekte – in Erwägung zu ziehen.

"Mir fällt kein Stein aus der Krone, wenn eine Idee falsifiziert wird", meinte der Bürgermeister in seiner wöchentlichen Pressekonferenz. Sein am Sonntag geäußerter Vorstoß hatte nicht nur beim grünen Koalitionspartner und der Zurich-Versicherung, sondern auch in den eigenen Reihen – allen voran im Büro von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) – für Unruhe und Irritation gesorgt. Letzterer freute sich am Dienstag, dass die Vorbereitungen und Planungen für den Dachausbau des Wien-Museums nun wie geplant weiterlaufen könnten. (APA, 14.2.2017)

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