Unrunde Bayern, gläubige Neapolitaner

15. Februar 2017, 18:39
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Champions League, Achtelfinale: Favoriten empfangen in München und Madrid

München/Madrid – Nicht gerade ein Freilos, aber in Arsenal hat der FC Bayern im Achtelfinale der Champions League etwas Ähnliches. Sechsmal en suite scheiterten die Londoner zuletzt in der Runde der letzten 16, dreimal davon an den Münchnern, die zudem in der Königsklasse bei 15 Heimsiegen in Folge halten.

Dennoch geht der deutsche Rekordmeister, der zuletzt 2011 schon im Achtelfinale gescheitert war (an Inter Mailand), etwas unrund in die heutige Heimpartie gegen die Gunners. Das 2:0 bei Ingolstadt am vergangenen Samstag war zwar ein großer Schritt Richtung fünfter Meistertitel en suite, für sich genommen aber eher ein Trauerspiel der Truppe von Coach Carlo Ancelotti. "Dieses Resultat gibt uns viel Selbstvertrauen für Mittwoch. Wir haben Charakter gezeigt", sagte der Italiener zum Gaudium der Kritiker. Schließlich waren die Tore gegen den Abstiegskandidaten erst in den letzten Minuten gelungen.

Jetzt zählt es

"Wenn Anspruch und Wirklichkeit auseinanderliegen, gibt es Ärger", sagte Thomas Müller, der Torjäger a. D. (bewerbsübergreifend erst drei Saisontreffer), dem wieder die Ersatzbank droht. "Wenn es um wichtige Spiele geht, sind wir auf der Höhe", sagte Goalie Manuel Neuer, der sicher mit von der Partie ist.

Auch das zweite Achtelfinalhinspiel des Abends kennt einen deutlichen Favoriten. Nur wenige trauen dem SSC Napoli eine Überraschung bei Real Madrid zu, auch wenn Diego Maradona auf der Ehrentribüne Daumen drückt.

Am 10. Mai wird der 56-jährige Argentinier zum Ehrenbürger von Neapel ernannt – am 30. Jahrestag des ersten Scudetto der Azzurri mit Spielmacher Maradona.

Wenige Monate später scheiterten Maradona und Napoli in der ersten Runde des Meistercups an Real, das daheim 2:0 siegte. Ein Resultat, das auch diesmal kaum überraschen könnte. "Es wäre überheblich zu denken, wir stünden auf demselben Niveau. Deshalb müssen wir mit Ehrfurcht und ein wenig Unverschämtheit auftreten", sagte Coach Maurizio Sarri vor dem Duell mit dem Titelverteidiger unter Trainer Zinédine Zidane. (red, 15.2.2017)

  • Carlo Ancelotti hat schon mit dem AC Milan (2003, 2007) und mit Real Madrid (2014) die Champions League gewonnen. Mit den aktuellen Bayern wird das ein hartes Stück Arbeit.
    foto: ap/schrader

    Carlo Ancelotti hat schon mit dem AC Milan (2003, 2007) und mit Real Madrid (2014) die Champions League gewonnen. Mit den aktuellen Bayern wird das ein hartes Stück Arbeit.

  • Cristiano Ronaldo will nichts weniger als die Titelverteidigung.
    foto: apa/ap/olza

    Cristiano Ronaldo will nichts weniger als die Titelverteidigung.

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