Nintendo Switch: Nur ein Viertel der Grafikleistung der PS4 Pro

14. Februar 2017, 13:05
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Neu aufgetauchtes Dokument gibt weitere Einblicke in die Hardware der Konsole

Bislang hielt sich Nintendo zu den genauen Hardware-Spezifikationen der kommenden Hybridkonsole Switch bedeckt, doch nun wurde in den Foren Reddit und NeoGAF ein umfassendes Entwickler-Dokument vom Juli 2016 veröffentlicht, dass die Leistungsdaten des Systems im Detail beschreibt und dabei vorangegangene, inoffizielle Angaben zur Hardware bekräftigt.

Demzufolge baut die Switch auf einen ARM Cortex-A57-Prozessor mit vier Rechenkernen und einer maximalen Taktung von 2,0 GHz sowie eine Nvidia-Grafikchip der Maxwell-Architektur mit 256 CUDA-Cores und einer maximalen Taktung von 1,0 GHz. Wie die Seite Eurogamer bereits vergangenen Dezember herausfand, soll der Prozessor tatsächlich allerdings nur mit 1,0 GHz laufen, der Grafikchip mit maximal 768 MHz. Auf die niedrigere Taktung des Grafikchips lässt auch das aktuell aufgetauchte Entwicklerdokument schließen, da die theoretische Rechenleistung mit 1,024 TFLOPS angegeben wird.

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Pro und Kontra: Nintendo Switch

Zurückgeschraubt

Das bedeutet, dass die Grafikleistung der Nintendo Switch rund 40 Prozent geringer ist als jene der PS4 (1,8 TFLOPS) und weniger als ein Viertel der Grafikleistung der PS4 Pro (4,2 TFLOPS) beträgt. Die Xbox One ordnet sich mit 1,3 TFLOPS hier zwischen Switch und PS4 ein, die 2017 erscheinende Nachfolgerin "Xbox Scorpio" soll allerdings sogar 6 TFLOPS schaffen. Für GPU und CPU setzt Nintendo mit 4,0 GB zudem nur nur halb so viel Arbeitsspeicher ein, wie Sony und Microsoft bei deren aktuellen Konsolen.

Wie berichtet, dürfte die vergleichsweise schwache Hardware der Switch vorrangig ein Problem für die Portierung von Dritthersteller-Games bedeuten, die auch für andere Plattformen entwickelt werden. Nintendo selbst hatte sich bislang nicht zu den genauen Spezifikationen der Switch geäußert, lediglich die Funktionalität des Systems beschrieben. (zw, 14.2.2017)

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Nachlese

Quelle

NeoGAF

  • Artikelbild
    foto: afp photo / kazuhiro nogi
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