Notenbankchef: Ohne Euro wäre Griechenland wie Nordkorea

14. Februar 2017, 09:43
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Ioannis Stournaras warnt vor der Abkehr vom Euro. Mit drastischen Worten

Athen – Der Chef der griechischen Notenbank hat seine Landsleute aufgefordert, die Diskussion über einen Austritt aus der Eurozone zu beenden. "Wer solchen Unsinn erzählt – wenn wir den Euro aufgeben, würde nichts passieren –, soll nach Nordkorea reisen. Dann werden sie sehen, was passieren würde", sagte Ioannis Stournaras dem Finanzausschuss des Parlaments, berichteten Medien am Dienstag. Stournaras war am Vortag vor dem Ausschuss erschienen.

Trotz der harten Sparmaßnahmen ist die Mehrheit der Griechen laut einer Umfrage weiter für den Verbleib in der Eurozone. In den vergangenen Wochen forderten jedoch Funktionäre aus der zweiten und dritten Reihe der Regierungspartei Syriza immer wieder, wegen der Forderungen der Gläubiger nach weiteren Sparmaßnahmen die Rückkehr zur alten Währung zu überlegen.

Laut einer Umfrage des Instituts Metron Analysis sprachen sich zuletzt 64 Prozent der Griechen für den Verbleib in der Eurozone aus, 31 Prozent wollten die Rückkehr zur Drachme.

Griechenland kämpft seit Jahren gegen hohe Schulden, im Sommer stehen erneut Rückzahlungen in Milliardenhöhe an. Ohne finanzielle Unterstützung droht dem Land die Zahlungsunfähigkeit. (APA, dpa, 14.2.2017)

  • Wie würde Griechenland ohne Euro dastehen? Dazu müsse man nur nach Nordkorea schauen, meint der Zentralbankchef, Ioannis Stournaras.
    foto: dapd / anonymous

    Wie würde Griechenland ohne Euro dastehen? Dazu müsse man nur nach Nordkorea schauen, meint der Zentralbankchef, Ioannis Stournaras.

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