NSA: Oliver Stone nennt Europa "Geisel der USA"

14. Februar 2017, 08:09
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"Snowden"-Regisseur warnt scharf vor Überwachung durch US-Auslandsgeheimdienst NSA

Der dreifache Oscar-Preisträger Oliver Stone (70) ist für seinen Film "Snowden" mit dem Gerechtigkeitspreis der Cinema for Peace Stiftung in Berlin auszeichnet worden. Bei der Preisverleihung im Reichstagsgebäude warnte der amerikanische Filmemacher ("Platoon") am Dienstag erneut scharf vor der Überwachung durch den US-Auslandsgeheimdienst NSA.

"Die Überwachung läuft weltweit. Es geht um die soziale und ökonomische Kontrolle der Welt", sagte Stone. Alle Länder, auch Verbündete wie Japan, Deutschland und Mexiko, seien betroffen. "Sie sind keine Alliierten, sie sind Geiseln des Systems."

Snowden

In dem Spielfilm "Snowden" hatte der Regisseur im vergangenen Jahr die Geschichte des prominenten amerikanischen Whistleblowers Edward Snowden erzählt, der 2013 die NSA-Affäre ins Rollen gebracht hatte.

Catherine Deneuve (73), die "Grande Dame" des französischen Films, erhielt bei dem Abendessen den Ehrenpreis der Stiftung. "Frieden ist kein Traum. Frieden ist ein Ziel", sagte sie. Die Cinema for Peace Foundation, die dieses Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiert, engagiert sich für Toleranz und Völkerverständigung. (APA, 14.2.2017)

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