UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketentest

13. Februar 2017, 23:31
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"Verstoß gegen mehrere Resolutionen" – Neue Strafmaßnahmen offen

New York – Der UN-Sicherheitsrat hat den neuerlichen Test einer Mittelstreckenrakete durch Nordkorea verurteilt. Der Test verstoße gegen mehrere Resolutionen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des Rats, die die schwedische UN-Vertretung in der Nacht auf Dienstag auf Twitter veröffentlichte. Kurz zuvor war der Sicherheitsrat auf Bitten Japans, Südkoreas und der USA zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen.

Nordkorea hatte den Test vom Sonntag als Erfolg gepriesen. Das Land verfüge jetzt "über ein weiteres mächtiges Mittel für einen Atomangriff", wurde Machthaber Kim Jong-un zitiert.

Kritik von Guterres und China

"Diese Handlung ist eine weitere besorgniserregende Verletzung der Resolutionen des Sicherheitsrats", sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres. "Nordkoreas Führung muss dazu zurückkehren, ihre internationalen Verpflichtungen einzuhalten, und sich auf den Weg der nuklearen Abrüstung begeben."

Auch China kritisierte den Test des Nachbarlandes, dem Raketenversuche unter Verwendung ballistischer Raketentechnik durch UN-Resolutionen untersagt sind. Auch Russland reagierte besorgt. Das südkoreanische Vereinigungsministerium sprach von einer ernsthaften Sicherheitsbedrohung.

Ob im Sicherheitsrat bereits über neue Strafmaßnahmen beraten werden sollte, war zunächst unklar. Der Rat hatte die Sanktionen nach Nordkoreas fünftem und bisher stärkstem Atomtest im September abermals verschärft.

Kim zufrieden

Nach Angaben Nordkoreas wurde bei dem Test am Sonntag eine "ballistische Mittel-Langstrecken-Rakete Pukguksong-2" gestartet, bei der es sich um einen neuen Typ eines strategischen Waffensystems gehandelt habe. Kim habe die Vorbereitungen für den Start der Boden-Boden-Rakete selbst geleitet und sich mit dem Testergebnis zufrieden gezeigt.

Die Rakete kann demnach einen atomaren Sprengkopf transportieren. Die Volksarmee könne ihre strategischen Pflichten jetzt "präziser und schneller an jedem Ort ausführen: unter Wasser oder auf dem Land", sagte Kim. Er hatte Anfang des Jahres davon gesprochen, dass Nordkorea den Test einer Interkontinentalrakete vorbereite. (APA, 13.2.2017)

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