Forscher bewahren genmodifizierte Mäuse vor Kokainsucht

13. Februar 2017, 19:34
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Die Steigerung der Cathein-Abgabe führt zu weniger und nicht zu mehr Verlangen nach der Droge

Vancouver – Ob man das Verlangen nach Drogen besiegen kann, hat womöglich auch etwas mit Willensstärke zu tun. Aus neurowissenschaftlicher Perspektive hat Drogensucht sehr viel mehr mit Genetik und Biochemie zu tun. Einen sehr anschaulichen Beweis dafür haben nun Forscher um Shernaz Bamji (University of British Columbia) im Fachmagazin "Nature Neuroscience" vorgelegt – und zwar anders als ursprünglich gedacht.

Die Neurobiologen haben Mäuse genetisch so manipuliert, dass sie mehr Catheine produzierten, die Synapsen im Hirn stärken. Die Forscher gingen davon aus, dass sich auf diese Weise die neuronale Netze im Belohnungszentrum so verändern würden, dass die Nager noch anfälliger für Suchtverhalten werden würden.

foto: university of british columbia
Die erhöhte Cathein-Ausschüttung hatte einen unerwarteten Effekt.

Doch zu ihrer Überraschung geschah genau das Gegenteil: Die Mäuse wurden trotz mehrfacher Kokaingaben einfach nicht süchtig und verweigerten den ihnen angebotenen Stoff. (tasch, 13.2.2017)

  • ubcmedicine

    Die Probe aufs Exempel: Diese genmanipulierte Maus sollte eigentlich dank einiger Injektionen kokainsüchtig sein. Ist es aber nicht.

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