Püpi fliegt

Kolumne13. Februar 2017, 16:53
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"Die Patrouille Suisse steht für Präzision und Zuverlässigkeit." So steht es in der Infobroschüre der Kunstflugstaffel der Schweizer Luftwaffe geschrieben, sie liegt im Pressezentrum auf. Bei der WM fliegt die Staffel mehrere Shows. Die Piloten haben jede Menge drauf: Tango, Matterhorn, Delta, Swan, Flag oder Melkstuhl. So heißen nur einige der Formationen, die sie fliegen können. Jedes Mitglied der Flugstaffel wird in der Broschüre vorgestellt. Und da lässt es die Luftwaffe so richtig menscheln.

Ein Pilot zum Beispiel wird "Püpi" genannt. Püpis Position in der Staffel: "Tiger Tre – Left Wing." Tiger steht für den Flugzeugtyp. Genauer gesagt ist es eine F-5E Tiger II – ein leichtes Jagdflugzeug des US-Herstellers Northrop. Bewaffnet ist der Tiger mit "2×20 mm Kanone M 39" sowie "Infrarotlenkwaffen 2 AIM-9P". Tre steht für Nummer drei, Quattro für vier, Cinque für fünf. Und dann kommt Gali. Seit 2008 fliegt Gali bei der Patrouille Suisse. "Nach vielen Jahren an der Position 'Quattro' hinter dem Leader", schreibt Gali, "fliege ich aktuell mein zweites Jahr als 'Sexi' rechts aussen." Gali alias Sexi ist "auch derjenige, der mit 1.000 km/h durch das Tunnel fliegt". Respekt, Gali.

Bigfoot indes ist noch ein echter Rookie. "Dies ist mein erstes Jahr in der Patrouille Suisse. Dass ich in das Team aufgenommen wurde, macht mich sehr stolz." Der Broschüre ist ein Poster beigelegt. Auch Püpi ist abgebildet. Im vergangenen Juni konnte er sich bei einem Training in den Niederlanden mit dem Schleudersitz aus seinem abstürzenden Flugzeug retten. Es war zuvor in der Luft leicht mit dem Flieger eines Kollegen kollidiert. Mittlerweile fliegt er wieder. Respekt, Püpi. (Birgit Riezinger, 13.2.2017)

  • Püpi und Co.
    foto: apa/expa/johann groder

    Püpi und Co.

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