Streit um Uno-Gesandten: Guterres verteidigt Fayyad

13. Februar 2017, 16:30
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USA gegen ehemaligen palästinensischen Premier Salam Fayyad als Sondergesandten für Libyen

New York – Der Streit zwischen den USA und den Vereinten Nationen über einen neuen Uno-Gesandten für Libyen geht in eine neue Runde. Uno-Generalsekretär Antonio Guterres erklärte am Montag, der frühere palästinensische Ministerpräsident Salam Fayyad sei die richtige Person für den Posten. Wenn er nicht ernannt werden könne, bedeute dies einen Verlust für den libyschen Friedensprozess.

Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, hatte sich gegen Fayyad gestellt. Die Uno stünde bereits viel zu lange aufseiten der Palästinenserregierung, was zulasten des US-Verbündeten Israels gehe, so Haley. Zunächst war unklar, ob mit der Blockade der USA die Kandidatur Fayyads vom Tisch ist. Fayyad würde die Nachfolge des deutschen Diplomaten Martin Kobler antreten, der den Posten seit Ende 2015 innehat. Fayyad war zwischen 2007 und 2013 palästinensischer Ministerpräsident.

Guterres wies den US-Vorwurf zurück, in palästinensisch-israelischen Fragen voreingenommen zu sein und forderte die neue US-Regierung zu einer konstruktiven Zusammenarbeit auf. US-Präsident Donald Trump hatte die UNO einst als "einen Club von Leuten, die zusammenkommen, sprechen und eine schöne Zeit miteinander verbringen" bezeichnet. (APA, 13.2.2017)

  • Uno-Generalsekretär Antonio Guterres will Salam Fayyad als Sondergesandten für Libyen.
    foto: apa/afp/stringer

    Uno-Generalsekretär Antonio Guterres will Salam Fayyad als Sondergesandten für Libyen.

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