PSG baut gegen Barcelona auf Cavani

13. Februar 2017, 15:35
56 Postings

Nach dem Abgang von Ibrahimovic trifft der "Matador" am Fließband. Dortmund will auswärts bei Benfica "wahres Gesicht" zeigen

Paris/Lissabon – Paris St. Germain will den FC Barcelona in einem Champions-League-Dauerbrenner der jüngsten Zeit wieder einmal übertrumpfen. Zum dritten Mal in den vergangenen fünf Jahren stehen einander die beiden Großclubs in der K.o.-Phase gegenüber. 2013 und 2015 obsiegte Barca jeweils im Viertelfinale. Am Dienstagabend (20.45 Uhr, Liveticker auf derStandard.at) empfängt PSG die Katalanen nun im Achtelfinal-Hinspiel.

Das zweite Duell in den Auftaktspielen der Königsklasse im neuen Jahr steigt in Lissabon. Borussia Dortmund will nach dem blamablen 1:2 in Darmstadt beim portugiesischen Rekordmeister Benfica das "wahre Gesicht" zeigen. In der Champions League bot der BVB im Herbst imposante Vorstellungen. 21 Treffer erzielte Dortmund in der Gruppenphase und sorgte damit für einen Rekord.

"Matador"

Im Pariser Prinzenpark strebt Barcelona den ersten Schritt zur zehnten Viertelfinal-Teilnahme in Folge an. Zuletzt schoss sich Spaniens Meister mit einem 6:0 bei Alaves für die Aufgabe ein. Die blaurote Tormaschine mit Luis Suarez, Neymar und Lionel Messi trafen dabei wie gewohnt. Dem Trio an Toren gemessen nicht nach stand in den vergangenen Wochen aber Edinson Cavani.

14 Treffer in den vergangenen 12 Ligaspielen stehen für den Uruguayer in den Diensten von PSG aktuell zu Buche. Seitdem sich Zlatan Ibrahimovic im Sommer verabschiedet hat, blüht Cavani auf. 25 Tore hat "El Matador" – er feiert am Dienstag seinen 30. Geburtstag – in der laufenden Saison der Ligue 1 bereits erzielt. 19 waren es in der gesamten Vorsaison. "Wir wissen, dass wir eine Mannschaft haben, die gegen Barcelona oder Madrid gewinnen kann", sagte Cavani vor dem Spiel.

Prüfstand

Nicht unwesentlich könnte das Duell für die Zukunft von PSG-Coach Unai Emery sein. Der Baske wurde im Sommer vom FC Sevilla geholt, die Clubbesitzer aus Katar haben nicht weniger als das Halbfinale als Ziel in der Champions League anvisiert. Zwar wäre das Aus gegen Barcelona nicht wirklich überraschend, aber dennoch eine weitere Enttäuschung für Frankreichs Serienmeister.

Nach Startschwierigkeiten unter Emery kam PSG im neuen Jahr jedenfalls auf Touren. Nach zehn Spielen stehen für den in der Ligue 1 aktuell zweitplatzierten Titelverteidiger neun Siege und ein Remis, ein 1:1 gegen Tabellenführer Monaco, zu Buche. Zu überzeugen vermochte der im Winter von Wolfsburg geholte Deutsche Julian Draxler. "Das Spiel kommt uns gerade recht. Zu Saisonbeginn wäre ich beunruhigt gewesen, aber nun läuft alles", sagte Mittelfeldmann Marco Verratti.

Barcelona reiste dennoch als Favorit nach Paris. Zwar fehlen den Katalanen mit Javier Mascherano und dem in Alaves schwer bedienten Aleix Vidal zwei Verletzte, Sergio Busquets und Andres Iniesta sind jedoch wieder fit. Als Albtraum für PSG-Trainer Emery wurde dieser Tage Superstar Messi bezeichnet. Der Argentinier hat gegen von diesem betreute Mannschaften überdurchschnittlich oft getroffen. In 23 Duellen mit Barcelona während seiner Trainerkarriere gelang Emery nur ein Sieg – als Messi nicht am Spielfeld stand.

Dortmund und die Spur

Im Estadio da Luz von Lissabon will Dortmund auf internationaler Bühne wieder in die Spur finden. "Wir haben bisher in der Champions League gute Spiele gemacht. Das soll so bleiben", sagte Kapitän Marcel Schmelzer. Einfach wird es beim portugiesischem Meister und aktuellen Tabellenführer aber nicht werden. "Benfica ist mit Abstand der größte Club in Portugal. Einer, der mit seiner Wucht enorme Dynamik entfachen kann", warnte Sportdirektor Michael Zorc.

Immerhin erreichte Benfica im Vorjahr das Viertelfinale und scheiterte nur knapp an Bayern München (2:2, 0:1). Weniger respektabel ist dagegen die aktuelle Bilanz in der Champions League. Die "Adler" holten in der Gruppenphase nur acht Punkte und damit die wenigsten aller noch im Bewerb verbliebenen Clubs. Benfica bangte vor dem Spiel auch um den angeschlagenen brasilianischen Torjäger Jonas. Ein besonderes Jubiläum könnte dessen Landsmann Luisao feiern: Der seit Montag 36-jährige Innenverteidiger steht vor seinem 500. Spiel für Benfica. (APA, 13.2.2017)

  • Der "Matador" soll für Paris stechen.
    foto: apa/afp/franck fife

    Der "Matador" soll für Paris stechen.

Share if you care.