Britischen Firmen fehlen EU-Ausländer für Stellenbesetzung

13. Februar 2017, 14:26
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Viele europäische Mitarbeiter erwägen laut einer Studie einen Wegzug. Der Zuwachs an EU-Ausländern hat sich im letzten Quartal 2016 fast halbiert

London – Viele britische Firmen haben einer Studie zufolge wegen der sinkenden Attraktivität des Landes für EU-Ausländer Probleme bei der Besetzung offener Stellen. Die Zahl der in Großbritannien beschäftigten EU-Ausländer sei im letzten Quartal 2016 um lediglich 30.000 gestiegen – damit habe sich der Zuwachs fast halbiert, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut CIPD am Montag mit.

Die Entwicklung "könnte dieses Jahr die Probleme bei der Stellenbesetzung verschlimmern", erklärten die Wirtschaftsforscher.

In Großbritannien sind derzeit im langjährigen Vergleich besonders viele Arbeitsplätze unbesetzt. Die sinkende Zahl der EU-Ausländer dürfte der Studie zufolge das Problem für bestimmte Branchen besonders verschärfen: Zum einen betrifft dies Bereiche mit vielen geringqualifizierten Jobs wie Groß- und Einzelhandel, Hotellerie und Gastronomie. Zum anderen arbeiten auch viele EU-Ausländer im Gesundheits- und im Sozialwesen.

Für die Studie hatte das CIPD mehr als 1.000 Arbeitgeber befragt. Fast jedes dritte Unternehmen gab demnach an, Hinweise dafür zu haben, dass seine aus dem EU-Ausland stammenden Mitarbeiter dieses Jahr die Firma oder auch gleich das Land verlassen wollten.

Die britische Premierministerin Theresa May hat zwar versichert, dass EU-Bürger, die bereits im Land leben, ihre bisherigen Rechte auch nach dem britischen EU-Austritt behalten sollen. Ob und wie dies umgesetzt werden kann, ist aber unklar. Zuletzt arbeiteten etwa 2,26 Millionen Menschen aus anderen EU-Staaten in Großbritannien. (APA, 13.2.2017)

  • In Großbritannien sind derzeit viele Arbeitsplätze unbesetzt.
    foto: afp / oli scarff

    In Großbritannien sind derzeit viele Arbeitsplätze unbesetzt.

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