Trump arbeitet weiter an Beschränkungen für Einwanderer

13. Februar 2017, 11:00
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Sein Team werde "alle Optionen weiterverfolgen" – Thema dürfte bei Treffen mit Kanadas Premier Trudeau zur Sprache kommen

Washington – Das Team von US-Präsident Donald Trump arbeitet an neuen Maßnahmen zur Beschränkung der Einwanderung. Trump werde "alle Optionen weiterverfolgen", kündigte sein Berater Stephen Miller in der TV-Sendung "Fox News Sunday" an.

Dem Sender NBC sagte er: "Wir denken über neue und zusätzliche Maßnahmen mit dem Ziel nach, dass die Einwanderung kein Hilfsmittel zur Aufnahme von Menschen wird, die unserer Nation und ihren Werten feindselig gegenüberstehen."

Das Thema dürfte am Montag beim Treffen Trumps mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau im Weißen Haus zur Sprache kommen. Trudeau sagte nach Trumps Dekret zur Beschränkung der Einwanderung, das inzwischen von der US-Justiz außer Kraft gesetzt wurde, Kanada werde weiterhin mit offenen Armen jene empfangen, die vor "Verfolgung, Terror und Krieg" fliehen.

Chaos und Verwirrung wegen Dekrets

Trump hatte nur eine Woche nach seinem Amtsantritt Bürgern aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern für 90 Tage die Einreise verboten. Das US-Flüchtlingsprogramm wurde für 120 Tage ausgesetzt, die Einreise syrischer Flüchtlinge auf unbestimmte Zeit. Es folgten Chaos und Verwirrung bei den Behörden, zwei Bundesstaaten klagten gegen das Verbot, es wurde ausgesetzt. Am Donnerstag schließlich hielt ein Bundesberufungsgericht diese Blockade aufrecht.

Trump sagte am Freitag, er ziehe in Betracht, eine "ganz neue" Anordnung zu erlassen. Miller wandte sich in den Äußerungen auf NBC gegen die Entscheidungen der US-Justiz, mit denen Trumps Vorgehen gestoppt wurde. "Es gibt keine Vormachtstellung der Justiz", sagte Miller. Die Richter hätten Befugnisse beansprucht, "die voll und ganz in die Hände des Präsidenten der USA gehören". (APA, 13.2.2017)

  • US-Amerikaner in Tokio demonstrieren gegen die Einwanderungspolitik ihres Präsidenten.
    foto: ap photo/eugene hoshiko

    US-Amerikaner in Tokio demonstrieren gegen die Einwanderungspolitik ihres Präsidenten.

  • Währenddessen in Vancouver: Kanadas Premier Trudeau feiert das chinesische Neujahrsfest.
    foto: reuters/ben nelms

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