Austria und Rapid drohen nach Krawallen massive Geldstrafen

13. Februar 2017, 10:34
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Chaos rund ums erste Derby des Jahres im Happel-Stadion – Strafsenat ermittelt gegen beide Vereine

Wien – Massenschlägereien, Festnahmen, Verletzte: Das Derby zwischen Austria und Rapid Wien (1:1) wurde am Sonntag von massiven Krawallen überschattet. Bereits vor dem Spiel lieferten sich rund 60 Randalierer aus beiden Lagern im Inneren des Happel-Stadions schwere Auseinandersetzungen, als Hooligans von Rapid versuchten, Zaunfahnen von Anhängern der Austrianer zu entwenden.

Vier Festnahmen und fünf Verletzte

Die Polizei meldete vier vorläufige Festnahmen und fünf Verletzte. Zudem stellten die Ordnungskräfte im Umfeld des Stadions zahlreiche Kampfutensilien wie Quarzsandhandschuhe, Mundschützer, Sturmhauben und sogar Golfschläger sicher.

Während der Begegnung brannten Anhänger beider Klubs zahlreiche pyrotechnische Gegenstände ab und zündeten schwere Böller. Der Strafsenat der Bundesliga ermittelt gegen beide Klubs. Austria und Rapid drohen somit massive Geldstrafen.

"Es ist inakzeptabel, dass vereinzelte Individuen Böller werfen und einen stimmungsvollen Frühjahrsauftakt für ihre gewalttätigen Auseinandersetzungen missbraucht haben", sagte Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer.

Wickel am Praterstern

Bei einer Schlägerei mit sechs beteiligten Personen gab es zudem am Praterstern mehrere Leichtverletzte. Laut Polizei waren in der dortigen Bahnhofshalle nach dem Derby drei Fußballfans mit anderen Personen aneinandergeraten. Warum es zu der Auseinandersetzung kam und welche Gruppe zuerst auf die andere losging, war unklar. (sid, APA, 13.2.2017)

  • Die Polizei hatte am Sonntag viel zu tun.
    foto: apa/punz

    Die Polizei hatte am Sonntag viel zu tun.

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