Personen in Wien und Steiermark aus kalten Gewässern gerettet

13. Februar 2017, 10:33
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75-Jährige stürzte in Wien in Hafenbecken – Passanten retteten Mann in der Obersteiermark aus eiskaltem See

Niklasdorf/Wien – Ein 52-Jähriger ist am Sonntag in der Obersteiermark auf dem Silbersee nahe einem Kanal an der Mur ins Eis eingebrochen und musste minutenlang in dem eiskalten Wasser ausharren, bis Passanten seine Hilferufe hörten und ihn retteten. Feuerwehrleute brachten ihn über die Uferböschung zum Roten Kreuz. Der Mann wurde mit nur noch 31 Grad Celsius Körpertemperatur ins Krankenhaus gebracht.

Der Spaziergänger hatte sich gegen 15.45 Uhr auf das offenbar zu dünne Eis des Sees nordöstlich von Niklasdorf – eines Altarms der Mur genau an der Bezirksgrenze von Bruck und Leoben – gewagt. Er brach ein und war zunächst bis zum Hals im Wasser. Dann konnte er sich selbst etwas herausziehen, sodass er nur noch bis zum Bauch im Wasser war.

Etwa zehn Minuten lang rief er um Hilfe, bis Passanten ihn hörten und aus seiner lebensbedrohlichen Lage retteten. Die Helfer trugen ihn über das unwegsame Gelände am Ufer hinauf zur Straße, wo bereits das Rote Kreuz wartete. Nach seiner starken Unterkühlung befand sich der 52-Jährige am Abend bereits am Weg der Besserung.

Frau stolperte über Randstein ins Hafenbecken

In Wien-Donaustadt ist eine 75 Jahre alte Frau ebenfalls am Sonntagnachmittag ins Becken des Ölhafens Lobau gestürzt und hat nicht mehr ohne fremde Hilfe aus dem Wasser steigen können. Passanten sahen die Seniorin, die sich an einer Ausstiegsleiter festhielt, und riefen die Einsatzkräfte, sagte Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf zur APA. Die Frau wurde unterkühlt geborgen und in ein Spital gebracht.

Der Notruf ging gegen 16.00 Uhr ein. Feuerwehrtaucher schwammen laut Schimpf zu der 75-Jährigen, sicherten sie und brachten sie ans Ufer. Die Frau gab an, schlecht zu sehen, erläuterte Andreas Huber von der Wiener Berufsrettung. Sie sei in der Finsterbuschstraße über einen Randstein gestolpert und ins Hafenbecken gefallen. Um an der Leiter hochzuklettern, war sie zu schwach. Die Seniorin dürfte rund eine halbe Stunde im kalten Wasser gewesen sein. Nach der Erstversorgung wurde die unterkühlte Frau mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 9 ins Krankenhaus geflogen. (APA, 13.2.2017)

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