Köln verliert in Freiburg, springt nicht auf Platz drei

12. Februar 2017, 18:15
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1:2 bei Angstgegner verhindert vorläufig Unerhörtes – Wolfsburg verschafft sich Luft

Freiburg/Wolfsburg – Trotz des 16. Saisontreffers von Anthony Modeste ist der 1. FC Köln am Sonntag beim Sprung auf den Champions-League-Platz gescheitert. Das Team von Trainer Peter Stöger unterlag in der deutschen Bundesliga bei Aufsteiger Freiburg mit 1:2 (1:1). Es war die Fortsetzung einer Negativserie im Breisgau, wo der FC seit über 20 Jahren nicht mehr gewonnen hat.

Modeste glich in der 39. Minute die Freiburger Führung von Vincenzo Grifo (32.) aus. Maximilian Philipp (77.) schoss den SC schließlich noch zum siebten Sieg im zehnten Heimspiel. Christian Streichs Mannen liegen damit auf einem starken achten Platz, unmittelbar hinter Köln.

Die 24.000 Zuschauer im ausverkauften Schwarzwaldstadion warteten zunächst vergeblich auf Höhepunkte. Beide Mannschaften gingen die Begegnung sehr kontrolliert an, das Hauptaugenmerk lag auf guter Organisation in der Defensive. Darunter litt die Offensive, in den Strafräumen spielte sich so gut wie nichts ab.

Die Gäste, bei denen Neuzugang Neven Subotic seine erste Partie absolvierte, waren in der Anfangsphase die etwas aktivere Mannschaft. Die Freiburger lauerten in erster Linie auf Fehler des Gegners.

In der 19. Minute wäre diese Taktik fast aufgegangenen. Die Kölner ließen Innenverteidiger Marc Torrejón nach einem Freistoß völlig unbewacht vor ihrem Tor stehen, der Spanier traf per Kopf die Stange. Kurz darauf brachte Grifo die Freiburger etwas überraschend in Führung. Der abgefälschte Schuss des Deutsch-Italieners landete knapp hinter der Torlinie. Gleich darauf musste der FC wechseln. Für den angeschlagenen Marco Höger, der bis zu seinen Wadenbeschwerden stark spielte, kam Christian Clemens. Dennoch schafften die Kölner noch vor der Pause den verdienten Ausgleich. Modeste staubte aus kurzer Distanz ab.

Kurz nach dem Seitenwechsel vergab der Franzose die große Möglichkeit zum zweiten Tor (50.). Ein Treffer hätte allerdings zu heftigen Diskussionen geführt, da Modeste deutlich im Abseits stand, als er an Keeper Alexander Schwolow scheiterte. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die Entscheidung führte Philipp herbei, der einen Abpraller nach einem Freistoß nutzte, den Tormann Thomas Kessler nicht entscheidend geklärt hatte.

Stöger: "Es war ein intensives Spiel. Der Sieg der Freiburger geht in Ordnung. Über 90 Minuten war Freiburg den Tick besser."

Durchatmen in Wolfsburg

Wolfsburg vermasselte Julian Nagelsmann sein Jubiläumsspiel. Der VfL schlug die TSG 1899 Hoffenheim ein Jahr nach dem Erstliga-Debüt des jungen Trainers zuhause mit 2:1 (0:1). Während Nagelsmann mit seinem Team den Sprung auf Platz fünf verblieb verschaffte sich Wolfsburg etwas Luft im Abstiegskampf, liegt nun sieben Punkte vor Ingolstadt und zehn vor Schlusslicht Darmstadt.

Der 29-jährige Nagelsmann, der Hoffenheim vor zwölf Monaten vom damals gesundheitlichen angeschlagenen Huub Stevens auf dem vorletzten Platz übernommen hatte, sah eine starke erste Hälfte seiner Mannschaft, die Pausenführung durch Steven Zuber (26.) war verdient. In den zweiten 45 Minuten hatten aber die Hausherren mehr vom Spiel und kamen dank Maximilian Arnold (50.) und Daniel Didavi (73.) zu einem nicht unverdienten Sieg. (sid, APA, red, 12.2.2017)

  • Stögers Team musste die erst vierte Niederlage der Saison verdauen.
    foto: apa/dpa/silz

    Stögers Team musste die erst vierte Niederlage der Saison verdauen.

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