Verfahren gegen Präsidentschaftskandidaten Fillon noch offen

12. Februar 2017, 16:50
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Politiker hat angekündigt, sich nur dann zurückzuziehen, wenn gegen ihn formell ein Strafverfahren eingeleitet wird

Paris – In der Affäre um mutmaßliche Vetternwirtschaft des französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon gibt es noch keine Entscheidung über ein formelles Verfahren. Die Frage sei offen, und es gebe keinen Zeitplan dafür, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Sonntag. Die Zeitung "Le Journal du Dimanche" hatte berichtet, ein Verfahren solle in den kommenden Tagen eröffnet werden. Der konservative Politiker hat angekündigt, sich nur dann zurückzuziehen, wenn gegen ihn formell ein Strafverfahren eingeleitet wird.

Vor der Affäre galt Fillon als klarer Favorit für den Einzug in den Élysée-Palast. Inzwischen ist er in den Umfragen aber zurückgefallen, so dass er nicht mehr in die Stichwahl käme. Als Favoritin für die erste Runde am 23. April gilt Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National vor dem unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron. Bei der Stichwahl dürfte den Erhebungen zufolge Macron vorn liegen. In einer Umfrage hatten sich zwei Drittel der französischen Wähler einen Ersatzkandidaten der Konservativen gewünscht.

Bei den Ermittlungen geht es um die Beschäftigung von Fillons Frau Penelope. Dem Politiker wird vorgeworfen, sie nur zum Schein als Assistentin angestellt zu haben. Dennoch habe Penelope Hunderttausende Euro aus der Staatskasse kassiert. Der frühere Premierminister weist den Vorwurf zurück und hat erklärt, Penelope habe tatsächlich 15 Jahre für ihn als Assistentin gearbeitet. (APA, 12.2.2017)

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