Mann soll in Deutsch-Wagram Vater und Stiefmutter getötet haben

13. Februar 2017, 11:13
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Die Frau des 36-Jährigen wurde ebenfalls mit einem Küchenmesser attackiert und schwer verletzt. Der elfjährige Sohn dürfte die Tat teilweise mitangesehen haben

Deutsch-Wagram – Am Samstagabend soll ein 36-jähriger Mann in Deutsch-Wagram in Niederösterreich seinen 55-jährigen Vater und seine 52-jährige Stiefmutter mit einem Küchenmesser getötet haben. Der Mann soll zudem mehrmals auf seine 38-jährige Gattin eingestochen haben, berichtete die Landespolizeidirektion am Sonntag. Sie wurde notoperiert, ihr Zustand ist einigermaßen stabil. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.

Der vorbestrafte Mann war mit seiner Frau sowie seinem elfjährigen Sohn im Einfamilienhaus seiner Eltern zu Besuch gewesen. Die Tat ereignete sich gegen 22.15 Uhr. Der mutmaßliche Täter soll zuerst seine Stiefmutter und danach den Vater mit mehreren Stichen getötet haben. Anschließend soll er seiner Gattin mehrere Stiche gegen den Bauch und den Oberkörper versetzt haben. Der Elfjährige dürfte die Tat zum Teil mitangesehen haben, hieß es von Polizeisprecher Markus Haindl. Die Frau wurde schwer verletzt ins Allgemeine Krankenhaus Wien eingeliefert. Ihr Zustand war laut Haindl einigermaßen stabil. Die Obduktion der Leichen wurde angeordnet.

Sohn konnte sich befreien

Beim Eintreffen der Beamten kletterte der Mann aus dem Fenster ins Freie. Er hatte laut Polizei noch das Messer in der Hand. Er soll seinen Sohn festgehalten und gedroht haben auf ihn einzustechen. Der Elfjährige konnte sich jedoch aus der Umklammerung befreien und flüchten. Als ein Polizist einen Schreckschuss abfeuerte, ließ der Tatverdächtige das Messer fallen und konnte festgenommen werden.

"Der Elfjährige wurde nicht verletzt", sagte Haindl. Dieser habe gemeinsam mit dem 14-jährigen Sohn der Stiefmutter die Beamten verständigt. Die beiden Kinder hätten sich zum Tatzeitpunkt in einem anderen Raum aufgehalten, berichtete Haindl. Der 14-jährige lebte mit der 52-Jährigen und dem 55-Jährigen gemeinsam im Haus.

Das Motiv des verdächtigen blieb vorerst unklar. Die Einvernahme war laut dem Polizeisprecher "nicht zielführend". Dass es schon früher zu Auseinandersetzungen in der Familie gekommen war, sei nicht bekannt. Bei dem in die Justizanstalt Korneuburg eingelieferten Mann sei eine psychische Erkrankung nicht auszuschließen. Ein psychiatrisches Sachverständigen-Gutachten über die Zurechnungsfähigkeit des Beschuldigten zum Tatzeitpunkt ist am Montag in Auftrag gegeben worden. (APA, 12.2.2017)

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