"In Oberperfuss wird nicht jeder um Acht ins Bett gehen"

    12. Februar 2017, 15:47
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    Max Franz (AUT/Bronze): "Ich habe in den Trainings alles gemacht, was man nicht machen darf, da bleibt im Rennen nicht mehr viel übrig. Wir haben auf ein anderes Ski-Modell umgestellt, das hat schon im letzten Training funktioniert. Ich habe gewusst, ich kann gut Skifahren, ich muss nur mit Instinkt runterfahren, das ist mir gelungen. Es waren zwei Schwünge drin, die nicht so funktioniert haben, deshalb habe ich es gar nicht glauben können, als im Ziel der Dreier aufgeleuchtet ist. Das Wetter hat zum Glück gut mitgespielt."

    Beat Feuz (SUI/Gold): "In den letzten Tagen war es fast übertrieben, was über mich in den Zeitungen stand, aber schlussendlich habe ich mich auf mein Rennen konzentriert und das hat funktioniert. Es dauert wahrscheinlich noch ein paar Stunden, bis ich das realisieren kann. In Oberperfuss wird heute nicht jeder um acht Uhr ins Bett gehen. Meine Freundin (Anm.: Ex-Skirennläuferin Katrin Triendl) ist aus dem Dorf und ich kenne dort die meisten Leute."

    Erik Guay (CAN/Silber): "Ich habe eine großartige Woche mit zwei Medaillen gehabt. Ich ziehe meinen Hut vor Feuz, er war großartig. Ich weiß nicht, wo die zwölf Hundertstel liegengeblieben sind. Ich habe versucht, oben und unten viel Geschwindigkeit zu haben und in der Mitte auf Gefühl zu fahren."

    Matthias Mayer (AUT/11.): "Ich hatte ein gutes Gefühl, habe gewusst, dass ich gutes Material habe, aber ich bin in eine Kurve zu spitz reingefahren."

    Hannes Reichelt (AUT/17.): "Vor mir ist gestoppt worden, dann sind die Rutscher hinuntergefahren und dadurch wurde die Spur zugerutscht, das war ein Grund. Der zweite Grund war, dass ich nicht ganz gut gefahren bin."

    Vincent Kriechmayr (AUT/19.): "Nach der Mauer ist mir der Rechtsschwung nicht gelungen, das sind gleich drei, vier Zehntel. Schade. Und schade finde ich auch, dass das Rennen nicht verschoben wurde. Eine verkürzte Abfahrt ist nicht das schönste, außerdem sollen ja die nächsten Tage schön werden. Aber im Grunde habe ich es selber vergeigt."

    Roger Federer (Schweizer Tennis-Superstar): "Das ist der perfekte Tag eigentlich. Für mich ist es super gewesen, da einmal dabei zu sein. Im Zielschuss bekommt man es gar nicht so richtig mit, es ist schwer abzuschätzen. Früher bin ich auch viel Ski gefahren, aber das ist noch einmal ein ganz anderes Level. Was die alles opfern mit Verletzungen, das ist schon eine andere Mentalität als bei uns."

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