USA billigen Verkauf von Osram-Glühbirnensparte nach China

11. Februar 2017, 14:04
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Das Management des Lichttechnikkonzerns rechnet mit einem Abschluss im laufenden Geschäftsjahr

Frankfurt – Der Lichttechnikkonzern Osram hat von den US-Behörden für den Verkauf seiner Glühbirnensparte nach China grünes Licht erhalten. Ein Firmensprecher sagte am Samstag, der Genehmigungsausschuss der Regierung in Washington (CFIUS) habe seine Zustimmung gegeben. Das deutsche Bundeswirtschaftsministerium hatte dies bereits im Jänner getan. Nun stehe nur noch die Genehmigung einer chinesischen Behörde aus, ergänzte der Sprecher. Mit einem Abschluss der Transaktion werde weiter für das laufende Geschäftsjahr gerechnet.

Das wenig zukunftsträchtige Lampengeschäft soll für mehr als 400 Millionen Euro an den chinesischen LED-Spezialisten MLS und die beiden Finanzinvestoren IDG und Yiwu gehen. Damit trennt sich Osram nicht nur von seiner größten Sparte Ledvance, sondern auch vom Geschäft mit Endkunden. Statt auf klassische Glühbirnen und Halogenlampen will sich der Konzern künftig auf LED-Technik und einträgliche Spezialbeleuchtung für Autos konzentrieren. In der Vergangenheit war auch über eine Komplettübernahme von Osram an Chinesen verhandelt worden. Dagegen stemmten sich aber Arbeitnehmer und Politik.

CFIUS (Committee on Foreign Investment in the United States) prüft Transaktionen ausländischer Firmen, die in den USA Ableger haben. Osram hatte früheren Angaben zufolge keine Hinweise darauf, dass die Behörde Einwände gegen den Verkauf hat. Andere deutsche Unternehmen waren bei ihr hingegen auf Widerstand gestoßen. So droht die Übernahme des US-Chipherstellers Wolfspeed durch Infineon zu scheitern, weil CFIUS dadurch Gefahren für die nationale Sicherheit sieht. Im Dezember hatte der chinesische Investor Fujian Grand Chip Investment den Kauf des deutschen Chipanlagenbauers Aixtron abgeblasen, nachdem die Regierung in Washington die Übernahme von Aixtrons US-Geschäft blockiert hatte. Sie begründete dies damit, das Fachwissen von Aixtron könne auch für Militärtechnik verwendet werden könne. (Reuters, 11.2.2017)

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    foto: reuters/rehle
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