Diskuswerfer Weißhaidinger in Berlin auf dem Podest

11. Februar 2017, 11:09
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Oberösterreicher vom ersten Hallen-Wettkampf seiner Karriere begeistert: "Ein Wahnsinns-Event"

Berlin – Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger ist am späten Freitagabend in Berlin mit Platz drei im ersten Hallen-Wettkampf seiner Karriere in die WM-Saison 2017 gestartet. Österreichs Leichtathlet des Jahres 2016 schleuderte die zwei Kilogramm schwere Scheibe in der mit 12.600 Zuschauern ausverkauften Mercedes-Benz-Arena auf 62,23 Meter.

Damit musste sich der Oberösterreicher, der am 20. Februar seinen 25. Geburtstag feiert, im bestbesetzten Diskus-Hallen-Bewerb der Welt nur Olympiasieger Christoph Harting (63,84 m) sowie dessen deutschen Landsmann Martin Wierig (62,67) geschlagen geben. Für Harting war es der erste Wettkampf seit seinem Gold-Triumph im vergangenen Sommer in Rio de Janeiro.

"Schon sehr geil"

"Ich musste mich zu Beginn schon an das für uns sehr ungewohnte Hallen-Feeling gewöhnen. Aber es war ein Wahnsinns-Event – Platz und Weite passen auch sehr gut", lautete der zufriedene Kommentar von Weißhaidinger. "Dritter beim ISTAF Indoor zu sein, ist schon sehr geil", meinte der Olympia-Sechste, der im Vorjahr den Diskus-Bewerb beim berühmten ISTAF-Freiluft-Meeting in der deutschen Hauptstadt mit 66,00 Metern gewonnen hatte.

"Der Wettkampf war sehr wichtig und aufschlussreich. Die Basis ist sehr gut. Jetzt gehören die Details ausgearbeitet, damit sie dann auch im Wettkampf mit Adrenalin pur zünden. Wir haben gesehen, welche Schwerpunkte wir in den kommenden Wochen im Training setzen müssen", erklärte Weißhaidinger bereits mit Blick auf die Freiluft-Saison, deren Höhepunkt die WM in London (5. bis 13. August) ist.

Auch sein Trainer Gregor Högler resümierte positiv: "'Luki' hat sich super präsentiert, wir dürfen zufrieden sein. Den Olympia-Zweiten Piotr Malachowski schlägt man halt auch nicht alle Tage. Und der Event war echt ein Wahnsinn, ein echtes Highlight", betonte der 44-jährige Wiener, der noch immer mit 84,03 Metern Österreichs Rekordhalter im Speerwurf ist. Der Pole Malachowski wurde mit 59,99 m unmittelbar hinter seinem Landsmann Robert Urbanek (61,46) Fünfter.

In den nächsten drei Wochen steht nun für Weißhaidinger wieder Training in der Heimat auf dem Programm, bevor es am 6. März neuerlich für ein Trainingslager nach Teneriffa geht. Auf der größten der Kanarischen Inseln bestreitet Österreichs Rekordmann (67,24 m) auch seinen zweiten Wettkampf in diesem Jahr. (APA, 11.2.2017)

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