US-Frequenzauktion endet bei knapp 20 Milliarden Dollar

11. Februar 2017, 09:08
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Zu Beginn der Auktion lagen die Preiserwartungen bei 86 Milliarden Dollar

Die Versteigerung von neuen Mobilfunkfrequenzen in den USA ist nach zehn Monaten vorbei. Der Hammer fiel bei Geboten von insgesamt 19,6 Mrd. Dollar (18,4 Mrd. Euro), wie die US-Regulierungsbehörde FCC am Freitag mitteilte. Damit kamen die Telekomunternehmen wesentlich günstiger weg als gedacht. Zu Beginn der Auktion lagen die Preiserwartungen bei 86 Mrd. Dollar.

Glimpflich dürfte das Wettbieten damit auch für T-Mobile US ausgegangen sein. Die US-Tochter der Deutschen Telekom hatte dafür 10 Mrd. Dollar auf die hohe Kante gelegt.

Straßen für den Mobilfunk

Welche Firmen wie viel Geld auf den Tisch legten, dürfte erst in einigen Wochen bekanntwerden, denn endgültig abgeschlossen werden soll die Auktion bis April. 62 Unternehmen hatten sich mit Vorauszahlungen angemeldet, darunter die US-Marktführer AT&T und Verizon. Mit dem Wettbieten werden die Verhältnisse im Mobilfunk auf Jahrzehnte hin zementiert. Frequenzspektrum ist für Smartphones in etwa genauso wichtig wie Straßen für Autos: Je mehr zur Verfügung steht, desto zügiger läuft der Verkehr.

T-Mobile wächst rasant

T-Mobile US benötigt zusätzliches Funkspektrum, da die Kundenzahlen rasant wachsen. Voriges Jahr lockte US-Chef John Legere zum dritten Mal in Folge mehr als acht Millionen neue Nutzer. Mit gut 71 Millionen Kunden überholte die Firma aus dem Bundesstaat Washington bereits den Rivalen Sprint und rangiert unter den US-Mobilfunkern auf Platz drei.

Dank ihres Erfolgs ist T-Mobile US mittlerweile zur Wachstumslokomotive der Bonner Mutter geworden. Etwa 40 Prozent der Telekom-Börsenkapitalisierung von etwa 75 Mrd. Euro entfallen auf das US-Geschäft.

Bisherige Versuche der Telekom-Spitze, ihren Anteil von zwei Drittel an T-Mobile US zu verkaufen, scheiterten am Veto der US-Regierung. Branchenexperten erwarten unter dem neuen Präsidenten Donald Trump jedoch einen deutlich übernahmefreundlicheren Kurs der Kartellbehörden. Als Interessenten werden der japanische Telekom-Milliardär und Sprint-Eigner Masayoshi Son und US-Kabelnetzbetreiber gehandelt.

Sechs Milliarden für Staatskasse

Von den Auktionseinnahmen fließen nun mehr als sechs Milliarden Dollar dem Staat zu. Mehr als zehn Milliarden Dollar gehen an TV-Sender, die Funkspektrum abgetreten haben und bis zu rund 1,8 Mrd. Dollar an andere Sender, bei denen Kosten wegen anstehender Kanalwechsel anfallen. (APA, 11.02.2017)

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FCC

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