Interne Kämpfe im Sinaloa-Kartell lösten Gewaltwelle in Mexiko aus

10. Februar 2017, 22:01
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"El Chapos" Festnahme hinterließ Machtvakuum

Mexiko-Stadt – In den internen Machtkämpfen zwischen den verschiedenen Fraktionen des Sinaloa-Kartells von Drogenboss Joaquin "El Chapo" Guzman sind seit Jahresbeginn in Mexiko rund 140 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Zeitung "La Jornada" am Freitag unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Demnach kämpft eine Gruppe um Guzmans Söhne gegen die Fraktion von Guzmans Vertrautem Damaso Lopez Nunez alias "El Licenciado". Der Großteil der jüngsten Auseinandersetzungen ereignete sich in den größten Städten des Bundesstaats Sinaloa, Culiacan und Mazatlan.

"El Chapo" war im vergangenen Jahr festgenommen und zuletzt an die USA ausgeliefert worden. Offenbar versuchen nun die verschiedenen Gruppen, das Machtvakuum zu füllen. Ismael "El Mayo" Zambada, Guzmans Kompagnon an der Spitze des Sinaloa-Kartells, soll versucht haben, zwischen den Fraktionen zu vermitteln. Vor einigen Tagen schrieben Guzmans Söhne Jesus Alfredo und Ivan Archivaldo Guzman in einem Brief, sie seien von Damaso Lopez und dessen Sohn in einen Hinterhalt gelockt und angegriffen worden. (APA, 10.2.2017)

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