Streit um die Frauenagenden in Landesregierung

10. Februar 2017, 16:31
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ÖVP will Frauenressort zurück – SPÖ erwartet ein "Gegenangebot"

Linz – Das Thema Frauen bleibt in der oberösterreichischen Landespolitik ein heikles. Aktuell ringen SPÖ und ÖVP um die Besetzung des Frauenressorts. Der Grund dafür liegt in den Nachwehen der Landtagswahl 2015. Die ÖVP musste sich von einem Regierungssitz trennen – und die damalige Landesrätin Doris Hummer wurde unsanft von der Regierungsbank gestoßen. Die Frauenagenden in dem schwarz-blauen Männerverein lagen bei dem künftigen Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Ressortleihgabe

Als Birgit Gerstorfer im Juli des Vorjahres dann den roten Landesrat Reinhold Entholzer ablöste, bekam sie von Stelzer das Ressort übertragen – allerdings nur "leihweise", bis man wieder eine Frau in der Regierung habe, hatte es damals bei der Volkspartei geheißen.

Was nun am Donnerstag mit der Präsentation von Christine Haberlander als neuer ÖVP-Landesrätin passierte. Dass man diese gleich als neue Frauenlandesrätin präsentierte, sorgte aber für eine rote Verstimmung. "Ich habe meine Arbeit gut gemacht und werde mir jetzt das Ressort sicher nicht so einfach nehmen lassen", kündigt SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer im STANDARD-Gespräch an. Zumindest erwarte sie sich jetzt "ein Gegenangebot von der ÖVP". (Markus Rohrhofer, 10.2.2017)

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