"The Dry": Brutaler Outback

    11. Februar 2017, 09:00
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    Suff, Gewalt und Habgier: Ein ungutes Gemisch für einen scharfkantigen australischen Heimatkrimi

    Australien ist immer wieder von verheerenden Dürren heimgesucht worden, sodass in manchen Gebieten die Landwirtschaft aufgegeben werden musste. Eine solche Situation schildert Jane Harper: das Kaff Kiewarra steht vor dem Aus.

    Die Farmer müssen ihre verdurstenden Tiere erschießen. Als ein Farmer, seine Frau und sein kleiner Sohn erschossen aufgefunden werden, gehen die Einwohner von einer "Familientragödie" aus, zumal der Farmer, wie alle anderen auch, finanzielle Probleme hatte.

    Doch Aaron Falk, eigentlich ein Steuerfahnder, der vor vielen Jahren aus dem Hinterwäldlerelend nach Melbourne entflohen ist, hat leise Zweifel, aber schlechte Karten. Die Einheimischen haben nicht vergessen, dass der halbwüchsige Aaron damals mit einem Mädchen befreundet war, das tot aus dem Fluss gefischt wurde.

    Suff, Gewalt und Habgier bilden ein ungutes Gemisch für einen scharfkantigen australischen Heimatkrimi. Das Romandebüt der Journalistin Jane Harper ist auf jeden Fall vielversprechend. (Ingeborg Sperl, Album, 11.2.2017)

    • Jane Harper, "The Dry". Deutsch: Ulrike Wasel, Klaus Timmermann. € 15,50 / 379 Seiten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2016
      foto: rowohlt

      Jane Harper, "The Dry". Deutsch: Ulrike Wasel, Klaus Timmermann. € 15,50 / 379 Seiten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2016

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