Al-Kaida-nahe Miliz will Kampf gegen Assad-Regime fortsetzen

10. Februar 2017, 11:00
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Zusammenschluss radikaler Rebellengruppen lehnt Friedensverhandlungen ab – Noch in diesem Monat neue Verhandlungen in Genf unter UN-Vermittlung

Damaskus – Die mächtigste Al-Kaida-nahe Miliz in Syrien droht mit neuen Angriffen auf die Regierungskräfte. Die Militäroperation gegen das "verbrecherische Regime" werde wieder aufgenommen, erklärte der Anführer der neu gegründeten Gruppe Hayat Tahrir al-Sham (Organisation zur Befreiung Groß-Syriens), Hashim al-Sheich, in einem am Donnerstagabend verbreiteten Internetvideo.

Ziel sei die Befreiung ganz Syriens. Friedensverhandlungen lehnte er ab. Bei der Organisation handelt es sich um einen im Jänner gegründeten Zusammenschluss mehrerer radikaler Rebellengruppen. Angeführt wird sie von der bisherigen Fateh-al-Sham-Front (Früher: Al-Nusra-Front), die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahe steht.

Von Waffenruhe ausgenommen

Die Fateh-al-Sham-Front ist wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) von der seit Ende Dezember geltenden Waffenruhe in Syrien ausgenommen. Sie ist auch nicht in die Verhandlungen über eine politische Lösung für den Konflikt eingebunden. Noch in diesem Monat sollen in Genf neue Syrien-Gespräche unter UN-Vermittlung beginnen.

Die Fateh-al-Sham-Front steht unter Druck, weil seit Anfang des Jahres Dutzende ihrer Anführer und Kämpfer bei Luftschlägen getötet wurden. Mehrere Angriffe wurden von Jets der US-geführten internationalen Koalition geflogen. (APA, 10.2.2017)

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