Tahiti: Expräsident soll Besteck für 65.000 Euro gestohlen haben

10. Februar 2017, 10:27
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85-Jähriger will Wertgegenstände aus eigener Tasche bezahlt haben

Papeete/Tahiti – Der ehemalige Präsident des französischen Überseegebiets Französisch-Polynesien, Gaston Flosse, muss wegen Diebstahls mit einer Haftstrafe rechnen. Dem 85-Jährigen wird zur Last gelegt, während seiner Amtsjahre aus dem Präsidentenpalast Porzellan und Besteck im Gesamtwert von umgerechnet etwa 65.000 Euro entwendet zu haben.

Die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt Papeete forderte am Freitag ein Jahr Gefängnis. Flosse behauptet, die Wertgegenstände aus eigener Tasche gezahlt zu haben. Das Porzellan und das Besteck waren Ende Dezember 2014 in seinem Privathaus gefunden worden. Flosse hatte sein Amt wenige Monate zuvor wegen einer Korruptionsaffäre aufgeben müssen. Das Urteil wird für den 23. März erwartet. Der konservative Politiker, ein Freund des ehemaligen französischen Staatschefs Jacques Chirac, war insgesamt fünfmal Präsident des Überseegebiets. Französisch-Polynesien besteht aus insgesamt 118 Inseln und Atollen im Pazifik. (APA, 10.2.2017)

  • Die Blumenkette war tatsächlich ein Geschenk: Gaston Flosse droht Gefängnis.
    foto: ap photo/tony geros

    Die Blumenkette war tatsächlich ein Geschenk: Gaston Flosse droht Gefängnis.

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