Großrazzia gegen radikalislamische Szene in Göttingen

9. Februar 2017, 14:28
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Zwei salafistische "Gefährder" in Gewahrsam – "Gefahrenlage war eindeutig"

Göttingen – Die deutsche Polizei hat im Zusammenhang mit einem möglicherweise konkret bevorstehenden Terroranschlag zwei islamistische "Gefährder" festgenommen. Ein Algerier und ein Nigerianer, die seit längerem der Szene angehörten, seien in der Nacht auf Donnerstag gefasst worden, teilte die Polizei in Göttingen (Niedersachsen) mit.

Die beiden Männer haben nach Ermittlungen der Polizei einen Anschlag vorbereitet. Sie hätten diesen jederzeit ausführen können, sagte der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig. "Die Gefahrenlage war eindeutig." Bei der Razzia seien umgebaute Waffen mit scharfer Munition und eine Flagge des "Islamischen Staats" (IS) gefunden worden.

Zwölf Objekte wurden in Göttingen und Nordhessen durchsucht. Insgesamt waren 450 Polizeibeamte im Einsatz. Die Hinweise zu "einem möglicherweise konkret bevorstehenden terroristischen Anschlag" hätten sich in den vergangenen Tagen verdichtet, erklärte der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig. Daher hätten sich die Ermittler entschlossen, "sehr schnell gegen die Gefährder und das engste Umfeld vorzugehen". Die als Gefährder eingestuften Personen leben mit ihren Familien in Göttingen und gehören seit längerem der salafistischen Szene in der niedersächsischen Stadt an. (APA, 9.2.2017)

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