FSME: 80 Fälle im Vorjahr in Österreich

9. Februar 2017, 13:02
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Zecken sind Überträger des Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus – eine Infektion kann lebenslange neurologische Beeinträchtigungen verursachen

Im Vorjahr sind in Österreich 80 FSME-Erkrankungen registriert worden. Das waren 16 Fälle mehr als im Jahr 2015. "Die Mehrzahl betrifft Menschen ab 40 Jahren, da die Auffrischungsintervalle häufig nicht eingehalten werden oder auf die Impfung ganz vergessen wird", sagte Ursula Kunze vom Zentrum für Public Health an der MedUni Wien in einer Aussendung des Pharmakonzerns Pfizer.

Die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis kann nicht geheilt werden und schwere neurologische Schäden zur Folge haben. Schutz bietet die im österreichischen Impfplan empfohlene FSME-Impfung, betonte Pfizer. Für die heurige Zecken-Saison gebe es auch durch die tiefen Temperaturen seit Jahresbeginn keine Entwarnung. Die Tiere seien mittlerweile fast das ganze Jahr über aktiv.

Winterfeste Tiere

"Laub und Schnee isolieren die Kälte, wodurch Zecken gut gegen tiefe Temperaturen geschützt sind. Je dicker die Schneedecke, desto besser der Schutz", erklärte der Biologe Georg Duscher, stellvertretender Leiter des Institutes für Parasitologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. "Häufig beginnt die Zeckensaison bereits im Februar und reicht bis in den Oktober hinein." Schmilzt der Schnee und gibt es an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen mehr als fünf bis sieben Grad, werden die Parasiten aktiv und suchen nach Nahrung in Form von Blut. (APA, 9.2.2017)

  • Der nächste Sommer kommt bestimmt: Zecken überleben die harten Winter sehr gut.
    foto: istockphoto

    Der nächste Sommer kommt bestimmt: Zecken überleben die harten Winter sehr gut.

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