Ryzen: Neue AMD-CPUs ohne Windows 7-Support

9. Februar 2017, 12:07
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Prozessoren mit System getestet, Chiphersteller wird jedoch keine offiziellen Treiber liefern

Mit seinen neuen "Ryzen"-Prozessoren will AMD wieder an Marktführer Intel aufschließen, der in den vergangenen Jahren seinen Vorsprung ausbauen konnte. Wie der Konkurrent mit seinen "Kaby Lake"-Chips wird Microsofts vorletzte Betriebssystemgeneration offiziell allerdings nicht unterstützt werden. Eine Veröffentlichung von Treibern für Windows 7 ist nicht geplant.

Windows 7 ist 2009 eingeführt worden. Seit Jänner 2015 gibt es keine Feature-Updates mehr für das System. Anfang 2020 wird Microsoft auch die Entwicklung von Sicherheitsupdates einstellen. Im Moment ist Windows 7 noch das dominierende Desktop-Betriebssystem. Netmarketshare weist ihm derzeit einen globalen Marktanteil von 47,2 Prozent im Desktop-Bereich aus. Die aktuelle Generation, Windows 10, rangiert mit 25,3 Prozent noch mit Respektabstand dahinter.

Hintertür für Server

Dass keine Treiber geliefert werden, bedeutet freilich nicht, dass die Ryzen-Prozessoren sich nicht mit Windows 7 verstehen würden. Denn getestet hat AMD sie auch damit. Und weil sich die Ankündigung, dass man nur für Windows 10 Treiber zur Verfügung stellen wird, ausschließlich auf Desktop-CPUs besteht, könnte AMD sich laut Golem eine Hintertür offen lassen. Die Formulierung ließe einen Treiber-Release für Windows Server 2008, technisch die für Server zugeschnittene Ausgabe von Windows 7, durchaus zu.

Auch ohne den Treibern dürfte ein Windows 7-System auf einem Rechner mit Ryzen laufen, allerdings ist mit einigen Einschränkungen zu rechnen. Welche Funktionen ohne der zusätzlichen Steuersoftware nicht zur Verfügung stehen, ist derzeit nicht bekannt. (red, 09.02.2017)

  • Die Ryzen-Prozessoren für Desktopgeräte erhalten keine offiziellen Windows 7-Treiber.
    foto: amd

    Die Ryzen-Prozessoren für Desktopgeräte erhalten keine offiziellen Windows 7-Treiber.

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