Probleme im Gesundheitssystem: FPÖ hofft auf Frauenberger

9. Februar 2017, 12:00
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"Schlechter als Wehsely kann sie's nicht machen"

Wien – Bei der Bewältigung von Problemen im Wiener Gesundheitssystem bauen die Blauen auf eine Rote: Nach anfänglicher Ablehnung schlug die FPÖ am Donnerstag fast milde Töne in Richtung Neogesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) an. Man sei "vorsichtig positiv gestimmt", was die künftige Ressortführung anbelangt, sagte Landesparteisekretär Anton Mahdalik in einer Pressekonferenz.

Freilich mit dem Nachsatz: "Schlechter als (Frauenbergers zurückgetretene Vorgängerin Sonja, Anm.) Wehsely kann sie's nicht machen." FPÖ-Gesundheitssprecher Wolfgang Seidl referierte über die seiner Ansicht nach dringendsten Aufgaben, bei denen Frauenberger "in die Gänge kommen" müsse. Dazu gehörten die langen Wartezeiten in den Spitalsambulanzen, die Beendigung der Gangbettensituation und die Änderungen in der Führung des Krankenanstaltenverbunds rund um Generaldirektor Udo Janßen. Zu beneiden sei Frauenberger angesichts der Herausforderungen jedenfalls nicht, zeigte sich Seidl empathisch: "Das ist nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig."

FPÖ-Abgeordneter Günter Koderhold zeigte sich ebenfalls "froh" über die Ressortübernahme durch Frauenberger. Als Gewerkschafterin habe sie wohl mehr Verständnis für das zunehmend unzufriedene und ausgebrannte KAV-Personal. Er kritisierte ebenfalls die KAV-Direktion. Janßen möge vielleicht ein guter Gesundheitsstratege sein, habe aber vom operativen Tagesgeschäft im Spitalsbetrieb keine Ahnung. (APA, 9.2.2017)

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