Slowakei: Maskierte griffen Exminister mit Wasserpistolen an

8. Februar 2017, 18:46
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Täter ergriffen nach ihrem Angriff unerkannt die Flucht

Bratislava – Vier maskierte Männer haben den ehemaligen slowakischen Innenminister Daniel Lipšic im Stadtzentrum von Bratislava mit Wasserpistolen attackiert. Medien vermuteten einen Racheakt für einen Polizeieinsatz gegen rechtsextreme Hooligans während seiner Ministerzeit. Nicht auszuschließen ist aber auch ein Einschüchterungsversuch gegen Lipšic in einem anderen Zusammenhang.

Der prominente Anwalt und aktuelle Oppositionspolitiker schrieb selbst auf seiner Facebook-Seite: "Ich weiß nicht, welcher Mafioso oder Gangster diese vier Loser bezahlt hat." Die Täter ergriffen nach ihrem Angriff unerkannt die Flucht.

Lipšic war Innenminister, als im Jahr 2012 eine der größten Demonstrationen gegen Korruption eskalierte und mehrere Verletzte forderte. Die Polizei schritt damals hart gegen radikale Schlägertrupps ein, die sich unter die friedlichen Demonstranten gemischt hatten. Als langjähriger Justiz- und Innenminister machte sich Lipšic aber auch in Mafiakreisen Feinde. (APA, 8.2.2017)

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