Putin traf VW-Chef und stellte Hilfe in Russland in Aussicht

8. Februar 2017, 17:14
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Gespräch um Vergünstigungen für Volkswagen – Voriges Jahr Absatzminus durch Sanktionen des Westens

Moskau/Wolfsburg – Der angeschlagene Volkswagen-Konzern kann in Russland auf Hilfe von Wladimir Putin hoffen. Der Präsident traf am Mittwoch in Moskau VW-Chef Matthias Müller und signalisierte Unterstützung für das Geschäft der Wolfsburger in Russland. Putin sagte nach einem seiner seltenen Treffen mit einzelnen europäischen Firmenvertretern, er verstehe, dass Volkswagen gewisse Schwierigkeiten in Russland habe.

"Wir sind immer bereit alle Fragen im Zusammenhang mit ihrer Entwicklung in unserem Land zu diskutieren", so Putin. Ein Branchenvertreter erklärte, bei dem Gespräch sei es um Vergünstigungen für Volkswagen in Russland gegangen. Putin verwies darauf, dass Steuervorteile schon jetzt den Verkauf von Volkswagen in seinem Land erleichterten.

Russland leidet unter den seit 2014 verhängten Sanktionen des Westens im Zuge der Ukraine-Krise und unter dem relativ niedrigen Ölpreis, der weniger Exporterlöse bringt. Dies hat sich auf die Verkäufe von Volkswagen im Land ausgewirkt: Voriges Jahr ging der Absatz um gut vier Prozent zurück. 2016 setzte Volkswagen, das auch in einer Fabrik in Kaluga bei Moskau produziert, damit noch knapp 170.000 Fahrzeuge ab.

Volkswagen teilte mit, man sichere direkt 6.800 Arbeitsplätze im Land und indirekt weitere 50.000. Zudem wolle man sich dort weiter entwickeln. Volkswagen steht weltweit wegen des Skandals um die Manipulation von Abgaswerten unter Druck und musste deswegen bereits milliardenschweren Schadensersatz zahlen. (APA, Reuters, 8.2.2017)

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