FPÖ: Satirevideo des ORF "schrammt knapp an Verhetzung vorbei"

8. Februar 2017, 14:34
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"Austria second" zu Trump: Satire aus Zwangsgebühren könne nicht Auftrag des ORF sein, glaubt Kickl

Wien – FPÖ-Generalsekretär und -Mediensprecher Herbert Kickl kritisiert das Satire-Video, das der ORF am Dienstag bei "Willkommen Österreich" zeigte. Empfänger der satirischen Videobotschaft "Austria second" ist US-Präsident Donald Trump, Adressat der FPÖ-Kritik ist wieder einmal der ORF. Alleine auf der Youtube-Seite des ZDF-Magazins "Neo Magazin Royale" sahen sich das Video bis Mittwoch am frühen Nachmittag bereits knapp 200.000 Leute an.

Gute Satire, böse Satire

"Gute Satire ist wichtig und muss auch im TV seinen Platz finden, aber muss ein derartiges Satirevideo, das eigentlich von Anfang bis zum Ende unser ganzes Land samt ihren Persönlichkeiten 'herunterdodelt', mit Zwangsgebühren eines öffentlich-rechtlichen Senders finanziert werden?", schreibt FPÖ-Mediensprecher Kickl in einer Aussendung.

neo magazin royale

ORF-Generaldirektor Wrabetz müsse sich entscheiden, ob er den ORF "noch als öffentlich-rechtlichen Sender sieht und auch in Zukunft so führen möchte, oder ob er dieses Unternehmen nur mehr auf eine Satire-Plattform reduzieren und dem Bildungsauftrag überhaupt nicht mehr nachkommen möchte", heißt es. "In letzter Zeit häufen sich nämlich diese satireartigen Beiträge in den verschiedensten ORF-Sendungen. Immer wenn man glaubt, bei ORF-Sendungen geht es nicht mehr seichter, gibt es wieder eine grenzwertige Steigerung."

Man müsse nicht gleich von Verhetzung sprechen, schreibt Kickl und tut es dennoch: "Man muss ja nicht gleich von Verhetzung sprechen, aber dieses 'Satire'-Video schrammt knapp daran vorbei – und das sollte in einem öffentlich-rechtlichen Sender nichts zu suchen haben". Das satirische Trump-Video – des größtenteils privat finanzierten – Puls 4 erwähnt Kickl nicht. (red, 8.2.2017)

  • Was unlängst in den Niederlanden begann, präsentiert sich mittlerweile unter dem Motto "Who wants to be second" auf everysecondcounts.eu international.
    foto: screenshot / youtube

    Was unlängst in den Niederlanden begann, präsentiert sich mittlerweile unter dem Motto "Who wants to be second" auf everysecondcounts.eu international.

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