Verfassungsreform: Auch Mölzer für Erwähnung der Volksgruppe

    8. Februar 2017, 14:19
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    Politische Debatte "nicht klug" – Keine Einwände gegen Ausdruck "slowenische Landsleute

    Klagenfurt/Wien – Der langjährige FPÖ-Mandatar Andreas Mölzer hat sich am Mittwoch in der Debatte um die Kärntner Verfassungsreform ebenfalls zu Wort gemeldet. Im Gegensatz zur Position seiner eigenen Partei ist er für die Erwähnung der slowenischen Volksgruppe in der Landesverfassung. Die von ÖVP-Chef Christian Benger angezettelte Debatte bezeichnete er gegenüber dem ORF Kärnten als "nicht klug".

    Er habe gehofft, dass die Streitproblematik mit der slowenischen Volksgruppe "historisiert und beigelegt und mit der Ortstafellösung auf einem friedlichen, konsensualen Weg" sei. Er stehe auf der Position des Kärntner Heimatdienstes, der glaube, dass der Konsens der Deutschkärntner mit den Kärntner Slowenen etwas ganz Wichtiges sei. Er habe auch nichts gegen den Ausdruck "slowenische Landsleute". Hinter dem Schwenk der ÖVP vermutet Mölzer taktische Gründe, er stimme in der Causa Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) bei, der sagte, man solle nicht mit dem Feuer spielen.

    In Parteiprogramm gewürdigt

    Die Kärntner Slowenen werden übrigens im Parteiprogramm der FPÖ gewürdigt. Heißt es zu Beginn des Kapitels "Heimat, Identität und Umwelt" erst einmal "Sprache, Geschichte und Kultur Österreichs sind deutsch", ist ein paar Sätze weiter zu lesen: "Unsere autochthonen Volksgruppen der Burgenlandkroaten, Slowenen, Ungarn, Tschechen, Slowaken und Roma sind als historisch ansässige Minderheiten eine Bereicherung und integrierter Bestandteil Österreichs und unseres Staatsvolkes." Inhaltlich verantwortlich zeichnet für das Programm FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer. (APA, 8.2.2017)

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