Massenhinrichtungen: Syrien weist Amnesty-Bericht als falsch zurück

8. Februar 2017, 10:51
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Justizministerium: "Vorwürfe entbehrten jeglicher Grundlage" – Amnesty: Bis zu 13.000 Menschen in Saydnaya erhängt

Damaskus – Syriens Regierung hat einen Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International über Massenhinrichtungen in einem Militärgefängnis als falsch zurückgewiesen. Entsprechende Vorwürfe entbehrten jeglicher Grundlage, erklärte das Justizministerium am Mittwoch nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana. Der Bericht verfolge ausschließlich das Ziel, den Ruf Syriens international zu schädigen.

Todesstrafen würden in Syrien nur nach einem mehrstufigen rechtsstaatlichen Verfahren verhängt, so das Justizministerium. Der Amnesty-Bericht sei von einigen "bösartigen Medien" verbreitet worden, konkrete Beweise fehlten jedoch.

Nach Erkenntnissen von Amnesty wurden in dem syrischen Militärgefängnis Saydnaya zwischen 2011 und 2015 bis zu 13.000 Häftlinge unter strikter Geheimhaltung gehängt. Sie seien zuvor von einem Militärgericht in Schnellverfahren zum Tode verurteilt worden, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Die Angaben stützen sich auf Interviews mit früheren Wärtern, Gefangenen, Richtern und Anwälten. (APA, 8.2.2017)

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  • Eine Satellitenaufnahme des Militärgefängnisses Saydnaya
    foto: apa/afp/amnesty international/handout

    Eine Satellitenaufnahme des Militärgefängnisses Saydnaya

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