Belgische Behörden verkauften alte Rechner, User findet Nacktfotos

12. Februar 2017, 10:02
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Um die belgische Flüchtlingsbehörde CGRA bahnt sich eine Datenschutzaffäre an

Die belgische Regierung will mit dem Verkauf von nicht mehr benötigten Bürogegenständen und Computern regelmäßig ihr Budget aufbessern. Die Altrechner werden über den FinShop, der vom Finanzministerium betrieben wird, weiterverkauft. Dabei gelangten vor wenigen Monaten auch Computer der Flüchtlingsbehörde CGRA (Commissariat général aux réfugiés et aux apatrides) in den Verkauf. Doch offenbar wurden deren Festplatten nicht ordnungsgemäß gelöscht.

Verkauf gestoppt

Der IT-Experte Nico Cool untersuchte die Secondhand-Rechner. Er stieß dabei unter anderem auf medizinische Informationen; auf einem anderen Computer waren laut "La Libre" Nacktfotos zu finden. Der FinShop schiebt den schwarzen Peter der CGRA zu, die ihre alten Rechner vor dem Weiterverkauf löschen hätte sollen. Diese gab an, dass ihre IT-Techniker dies eigentlich getan hätten. Nun wurden die alten Rechner vorerst aus dem Verkauf gezogen und eine Untersuchung eingeleitet.

Heikler Elektroschrott

Heikle Informationen auf weggeworfenen oder weiterverkauften Rechnern sorgen regelmäßig für Aufregung. Die "Bild"-Zeitung hatte vergangenes Jahr herausgefunden, dass aus Elektroschrott, der nach Afrika gelangt, noch sensible Daten europäischer Nutzer zu finden sind. Dabei soll es sogar zu Erpressungen mit Nacktfotos gekommen sein. (red, 12.2.2017)

  • Auf alten Rechnern finden sich regelmäßig heikle Daten
    foto: ap/bruns

    Auf alten Rechnern finden sich regelmäßig heikle Daten

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