US-Heimatschutz könnte von Einreisenden Passwörter verlangen

8. Februar 2017, 10:14
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"Es könnte sein, dass wir an ihre sozialen Medien heranwollen – mit den Passwörtern"

Visa-Bewerber für die USA und Einreisende könnten möglicherweise künftig nach Passwörtern ihrer Profile in sozialen Netzwerken gefragt werden. Das sagte Heimatschutzminister John Kelly am Dienstag (Ortszeit) in einer Anhörung. Kelly machte deutlich, dass dies Gedankenspiele seien und keine offizielle Politik.

Kelly sagte, dies könne Teil eines Maßnahmenpakets für die schärferen Überprüfungen von Besuchern sein, mit der auf mögliche Bedrohungen reagiert werden solle. Es gehe vor allem um die Staatsangehörigen der sieben Länder, gegen die US-Präsident Donald Trump ein Einreiseverbot verhängt hat, aber nicht nur.

"Geben Sie uns das Passwort"

"Wir denken über eine ausgeweitete oder zusätzliche Überprüfung nach. Es könnte sein, dass wir an ihre sozialen Medien heranwollen – mit den Passwörtern", sagte Kelly. "Wenn jemand in unser Land möchte, wollen wir ihn zum Beispiel fragen: Was für Webseiten besuchen Sie? Geben Sie uns das Passwort."

Wenn sie wirklich in die USA wollten, würden sie kooperieren, sagte Kelly. "Wenn nicht: Nächster bitte!"

Social Media

Der US-Heimatschutz hatte schon unter Trumps Vorgänger Barack Obama beschlossen, Touristen künftig nach Social-Media-Profilen zu fragen. Diese Angabe sei aber "freiwillig", hieß es. Entsprechende Abfragen finden sich seit Dezember auf den Einreiseanträgen auch für österreichische Touristen. Unklar ist aber, wie lange die Daten gespeichert werden. (red, APA, 8.2.2017)

  • US-Heimatschutzminister John Kelly (re.) mit Präsident Trump.
    foto: getty

    US-Heimatschutzminister John Kelly (re.) mit Präsident Trump.

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