Swisscom dank Sonderfaktoren mit Gewinnsprung 2016

    8. Februar 2017, 08:05
    posten

    Umsatz stagnierte

    Die Swisscom hat bei einem stagnierenden Umsatz 2016 deutlich mehr verdient. Der Gewinn des Schweizer Telekomkonzerns stieg um 18 Prozent auf 1,6 Mrd. Franken (1,5 Mrd. Euro). Das Ergebnis ist jedoch durch Sonderfaktoren geprägt.

    So haben einerseits 2015 Rückstellungen von 186 Mio. Franken für eine drohende Strafe der Wettbewerbskommission (Weko) das Ergebnis verhagelt. Andererseits erhöhte ein außerordentlicher Ertrag aus einem Rechtsfall der italienischen Breitbandtochter Fastweb in der Höhe von 55 Mio. Euro den Gewinn.

    Ohne diese Sonderfaktoren hat die Swisscom 2016 weniger Gewinn erwirtschaftet. Der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) sank um 1,2 Prozent. Grund dafür ist vor allem ein rückläufiges Ergebnis im Schweizer Kerngeschäft, wie die Swisscom in ihrer Mitteilung vom Mittwoch schreibt.

    Preisdruck und Roaming

    Man habe in diesem Geschäftsfeld unter dem Preisdruck und den tieferen Roaminggebühren gelitten. Zudem seien die Kosten zur Gewinnung von Kunden angestiegen. Positiv ausgewirkt hätten sich jedoch das Wachstum bei Fastweb und das Sparprogramm, das die Kosten um rund 50 Mio. Franken gesenkt habe.

    Der Umsatz des Konzerns hat 2016 bei 11,6 Mrd. Franken stagniert. Der Betriebsgewinn (EBITDA) inklusive Sondereffekte ist um 5 Prozent auf 4,3 Mrd. Franken angestiegen, womit die Swisscom die Erwartungen der Finanzgemeinde leicht übertroffen hat. Die Swisscom gehört mehrheitlich dem Schweizer Staat. (APA, 8.2.2017)

    Share if you care.