Rapid und Austria wollen mit Amateuren in 2. Liga dabei sein

7. Februar 2017, 15:34
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Nach Liga-Reform ab Saison 2018/19 – Sturm überlegt noch

Wien – Nach der Liga-Reform dürfen ab der Saison 2018/19 bis zu drei Amateurmannschaften von Fußball-Bundesligisten in der neuen 16 Teams umfassenden zweiten Liga vertreten sein. Die Wiener Topclubs Rapid und Austria haben das klare Ziel, dort dabei zu sein. "Das ist auch bei uns schon Thema. Wir haben klar festgelegt, dass wir aufsteigen wollen", sagte Rapids Sport-Geschäftsführer Fredy Bickel.

Auch der Lokalrivale will kommende Saison in der Regionalliga Ost eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen. "Für uns als Austria ist klar, dass wir in der zweiten Liga mit unserer zweiten Mannschaft vertreten sein wollen", erklärte Sportchef Franz Wohlfahrt. Der Leistungsunterschied zwischen zweiter und erster Liga sei nicht so hoch wie jener zwischen Regionalliga und Bundesliga. "Der Sprung für die Spieler ist daher etwas leichter", so der Ex-Teamgoalie. Ein kleines Fragezeichen gibt es aber noch. "Das Ganze ist nicht einfach, weil es auch eine Budgetfrage ist. Wir sind in der Planung und schauen, ob es sich ausgeht", sagte Wohlfahrt.

Austria Amateure in Reegionalliga stark

Aktuell machen die "Jung-Austrianer" in der Regionalliga Ost eine starke Figur, führen die Liga mit 33 Punkten nach 15 Spielen gar an. Der einen Zähler dahinter liegende Verfolger SC Ritzing hat aber zwei Spiele weniger ausgetragen. Rapid ist mit 17 Zählern nur Zehnter. Mit den Amateuren der Admira (8. Platz/19) und von St. Pölten (14./10) sind noch zwei weitere Zweierteams von Bundesligisten in der Ostliga dabei.

In der Regionalliga Mitte sind die Amateure von Sturm Graz vertreten, die nach 16 Spielen mit 15 Punkten als 13. in Abstiegsgefahr sind. "Bei uns ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen, das hat auch wirtschaftliche Gründe. Man muss schauen in wie weit man die Möglichkeit hat, in ein Amateur-Zweitligateam zu investieren", sagte Sport-Geschäftsführer Günter Kreissl. Deshalb sei auch eine Kooperation mit einem Zweitligateam durchaus denkbar. "Damit man dort dann vielleicht nur den fünf, sechs besten Spielern eine Plattform bietet", sagte der Ex-Goalie.

Nach der Saison 2017/18 steigen acht Clubs aus den drei Regionalligen auf. Der Letzte der Ersten Liga spielt gegen einen von den Landesverbänden genannten Regionalligisten Relegation. Aktuell dürfen Amateurteams nicht in die Erste Liga aufsteigen. (APA, 7.2.2017)

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