Bescheidene Mondfinsternis in der Nacht auf Samstag

10. Februar 2017, 09:51
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Partielle Halbschatten-Mondfinsternis erreicht ihren Höhepunkt zwischen 1.45 und 2.43 Uhr

Wien – In der kommenden Nacht ist in Österreich eine partielle Halbschatten-Mondfinsternis zu sehen – zumindest wenn man sehr genau hinschaut und wenn das Wetter passt. Die Prognosen sehen allerdings nicht optimal aus: Der Blick wird voraussichtlich von einer dichten Wolkendecke getrübt werden. Das teilte zumindest die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Freitag mit. Am ehesten sichtbar sei das Himmelsereignis demnach von Berggipfeln in Tirol und Vorarlberg aus. In den Niederungen wird Nebel- und Hochnebel dominieren.

Bei der partiellen Halbschatten-Mondfinsternis tritt der Mond nicht in den Kernschatten der Erde, sondern fast vollständig in deren Halbschatten. Sehr auffällig ist die Verfinsterung dadurch nicht, ihren Höhepunkt erreicht sie nach Angaben der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) Samstag früh zwischen 0.43 und 2.43 Uhr.

Mondfinsternisse können sich prinzipiell nur bei Vollmond ereignen, wenn die Erde zwischen Sonne und Mond steht. Nur bei dieser Konstellation kann der Mond in den Schatten der Erde gelangen, was man als Mondfinsternis wahrnimmt. Tritt der Mond in den Kernschatten der Erde, wird er von den direkten Sonnenstrahlen völlig abgeschirmt. Im Halbschatten erreicht immer noch ein Teil des Sonnenlichts den Mond.

Die Finsternis beginnt am 10. Februar um 23.34 Uhr, dieser erste Kontakt ist aber grundsätzlich nicht beobachtbar. Der Anfang der Freisicht ist laut Astronomischem Büro Wien am Samstag um 0.39 Uhr, am oberen linken Mondrand beginnt eine leichte Verdunkelung. Zum Maximum der Finsternis um 1.45 Uhr steht der Mond rund 50 Grad hoch im Südwesten, er ist zu diesem Zeitpunkt zu 98,8 Prozent – also fast total – in den Halbschatten der Erde eingetreten.

Unsichtbares Ende um 3.53 Uhr

Die von totalen oder partiellen Mondfinsternissen bekannte rötliche Verfärbung wird man bei diesem Ereignis nicht sehen können, diese tritt nur bei einem Eintritt in den Kernschatten der Erde ein. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit, lässt sich laut Angaben der WAA die Mondfinsternis am besten mit freiem Auge oder einem Fernglas verfolgen, wie Hermann Mucke vom Astronomischen Büro Wien der APA mitteilte. Mit dem unsichtbaren Austritt des Mondes aus dem Halbschatten um 3.53 Uhr endet das Himmelsereignis.

Die nächste Mondfinsternis kann man am 7. August beobachten, es wird eine partielle sein. Am 27. Juli 2018 ist dann eine totale Mondfinsternis teilweise zu sehen. (APA, red, 10.2.2017)

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