Heumarkt-Areal: Unesco hat Stellungnahme aus Wien erhalten

7. Februar 2017, 10:27
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Projektbetreiber informieren von 14. Februar bis 28. Februar im Hotel Intercontinental über Pläne zur Neugestaltung

Wien – Die Unesco hat die offizielle Stellungnahme der Republik Österreich zur Neugestaltung des Heumarkt-Areals erhalten. Das bestätigte Gabriele Eschig, Generalsekretärin der österreichischen Unesco-Kommission. Die Unterlagen, die die Unesco im vergangenen Sommer angefordert hatte, werden nun auch an den Denkmalrat Icomos, der das Unesco-Welterbe-Komitee berät, weitergeleitet.

Der Denkmalrat macht auf Basis der Papiere einen Vorschlag, ob er mit den adaptierten Plänen der Stadt zufrieden ist, so Escher. Die Entscheidung über eine mögliche Eintragung des Historischen Zentrums von Wien in die Rote Liste des gefährdeten Welterbes trifft allerdings das Welterbekomitee, das im Juli 2017 in Krakau tagt. Sowohl Unesco als auch Icomos haben sich bereits mehrmals ablehnend gegenüber dem geänderten Entwurf geäußert, da der Höhenvorgabe der Unesco nicht entsprochen wurde. Über den konkreten Inhalt des jetzigen Schreibens wollte man bei der Unesco vorerst keine Auskünfte erteilen.

Gespräche mit Projektbetreibern

Der Projektbetreiber Wertinvest will unterdessen Interessierten die Möglichkeit bieten, sich über die aktuellen Pläne für die Neugestaltung des Areals zu informieren. Dafür wird von 14. bis 28. Februar ein Info-Point im Raum Chopin des Hotel Intercontinental eingerichtet, der täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr geöffnet hat. Persönliche Gespräche mit den Projektverantwortlichen sind jeden Dienstag und Donnerstag zwischen 17.00 und 19.00 Uhr möglich.

Auf dem Areal zwischen Hotel Intercontinental und Konzerthaus – das auch den Eislaufverein beinhaltet – ist der Bau eines knapp über 66 Meter hohen Turms vorgesehen. Das Hotel wird abgerissen und neu gebaut. Laut einer Informationsbroschüre der Wertinvest sollen im Turm etwa 50 Wohnungen sowie 40 Hotelappartements für "Longstay-Gäste" des Hotels entstehen. Der Bau selbst wird wie bisher rund 460 Zimmer haben. Außerdem sollen Kunst- und Kulturbüros, kleine Shops, ein Sportclub, Cafés und Restaurants sowie rund 7.000 Quadratmeter Konferenzflächen auf dem Areal entstehen.

Der Freiluft-Eislaufplatz soll laut den Plänen wie bisher eine Fläche von 6.000 Quadratmetern haben, dazu kommt eine rund 1.000 Quadratmeter große, ganzjährig nutzbare Eishalle für Eishockey, Eistanz und Eiskunstlauf. Dem Wiener Eislaufverein (WEV) wird ein Nutzungsrecht für 99 Jahre eingeräumt. (APA, 7.2.2017)

  • Das Projektrendering.
    foto: apa/isay weinfeld&sebastian murr

    Das Projektrendering.

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