Wenn Eltern peinlich sind – eine Leidensgeschichte

User-Diskussion8. Februar 2017, 09:00
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Ein diffuses Gefühl von Unwohlsein begleitet viele Jugendliche in der Öffentlichkeit, wenn ihre Eltern nur anwesend sind. Von welchen peinlichen Momenten können Sie berichten?

"Voll peinlich!" Wer das hört, hat vermutlich einen schwer pubertierenden Teenager zu Hause – oder ist vielleicht wirklich peinlich. In einem bestimmten Alter können Eltern wahrscheinlich machen, was sie wollen, der Nachwuchs geniert sich ob der bloßen Anwesenheit seiner Erziehungsberechtigten.

In die Schule gebracht werden und vor allen Freunden mit einem Küsschen verabschiedet werden – das rangiert in der Peinlichkeitenhitliste wohl weit oben, gefolgt von "Yolo" aus dem Mund von Mama oder Papa. Auch vermeintlich coole Kommentare auf der Timeline von Facebook und Co seines Kindes lassen die Schamesröte in so manche Teenagergesichter aufsteigen.

Fremdschämen und soziales Ansehen

Für ein kleines Trauma reicht es manchmal schon, wenn Eltern ihr lässiges Freizeitoutfit anziehen und mit ihrem Kind chillen und abhängen wollen. "Geht gar nicht!", wird man vermutlich von so manchen Heranwachsenden hören, denn dies ist für das soziale Ansehen des Kindes abträglich – zumindest in dessen Augen. Aber es kann auch beruhigend sein, wenn man sieht, dass seine Freunde auch so oberpeinliche Eltern haben, die meinen, bei der Musik ihrer Kinder tanzen zu müssen.

Blamable Momente hat wohl fast jeder mit seinen Eltern schon einmal erlebt. Auch im Erwachsenenalter kann es passieren, dass ein Gefühl des Fremdschämens aufkommt, wenn Eltern nicht den gewohnten Erwartungen eines Erwachsenen ihres Alters entsprechen.

Welcher peinliche Moment ist Ihnen noch in Erinnerung?

Wann hat es aufgehört, dass Sie sich für Ihre Eltern geschämt haben? Wie gehen Sie damit um, wenn Sie Ihren Kindern peinlich sind? (Judith Handlbauer, 8.2.2017)

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