E-Mails aus Ausland an FBI: Google beruft gegen Urteil

7. Februar 2017, 09:42
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Google verweist auf Entscheidung in Prozess bei Microsoft, wo diametrales Urteil gefällt worden war

Google wird gegen das Urteil eines US-Gerichts in Philadelphia vorgehen, das den IT-Konzern dazu verpflichtet hatte, E-Mails aus Auslandsservern an das FBI zu übermitteln. Vor einigen Monaten hatte ein Gericht in New York in einem ähnlichen Fall bei Microsoft eine gegenteilige Entscheidung gefällt. Diese Causa wandert nun an den Supreme Court. Google verwies in seiner Verteidigung auf Microsoft und gab an, sich gemäß bisherigem US-Recht korrekt verhalten zu haben.

Privatsphäre wahren

Gegen die Entscheidung werde Google nun Berufung einlegen. "Wir werden weiterhin gegen weiträumige Anordnungen vorgehen", sagte Google laut Guardian. US-Unternehmen versuchen seit den NSA-Enthüllungen von Whistleblower Edward Snowden, die Privatsphäre ihrer europäischen Kunden besser zu wahren. Viele Nutzer hatten sich wegen vermeintlicher Kooperation zwischen US-Konzernen und NSA sowie FBI von diesen abgewandt. (red, 7.2.2017)

  • Google bekämpft ein Urteil, das E-Mails aus Ausland an das FBI verlangte
    foto: ap/mayo

    Google bekämpft ein Urteil, das E-Mails aus Ausland an das FBI verlangte

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