BP im Schlussquartal 2016 wieder mit schwarzen Zahlen

7. Februar 2017, 09:30
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Erwartungen der Analysten aber verfehlt

London – Der Ölkonzern BP hat im Schlussquartal 2016 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Dabei profitierte der Konzern vor allem von einer deutlichen Erholung im Geschäft mit der Förderung von Öl und Gas ("Upstream"). Im Zeitraum Oktober bis Dezember gelang ein Gewinn von 497 Millionen US-Dollar (464 Millionen Euro) nach einem Verlust von 3,3 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.

Bei einer wichtigen Kennziffer für Finanzanalysten enttäuschte BP aber die Erwartungen: Der um Sonderposten bereinigte Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten – also ohne Veränderungen der Lagerbestände und Bewertungseffekte – lag bei 400 Millionen Dollar. Experten hatten mit deutlich mehr gerechnet.

BP will seinen Aktionären wie im dritten Quartal 10 Cent Dividende je Aktie zahlen. Seit dem Beginn des Verfalls der Ölpreise Mitte 2014 kappen die Ölkonzerne ihre Investitionen, senken die Kosten und verkaufen Unternehmensteile. Inzwischen hat sich das Preisniveau aber wieder etwas erholt. Im laufenden Jahr rechnet BP mit einer anziehenden Ölproduktion.

Der britische Konkurrent Royal Dutch Shell hatte in der vergangenen Woche die Prognosen der Finanzmarkt-Experten bei der relevanten Gewinnziffer auch nicht erfüllen können. (APA, 7.2.2017)

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